Adventszeit 2025Hier weihnachtet es in Bayern besonders romantisch

Lesezeit: 7 Min.

Die drei Märkte an den Seeufern der Tegernsees bieten an den Adventswochenenden Stände mit Speisen aus der Region, regionalem Handwerk und reichlich Programm an. Ein Schiff bringt die Besucher im 30-Minuten-Takt von Markt zu Markt.
Die drei Märkte an den Seeufern der Tegernsees bieten an den Adventswochenenden Stände mit Speisen aus der Region, regionalem Handwerk und reichlich Programm an. Ein Schiff bringt die Besucher im 30-Minuten-Takt von Markt zu Markt. (Foto: Dietmar Denger)

Ende November starten zahlreiche Christkindlmärkte im ganzen Freistaat. Die SZ-Redaktion hat einige herausgesucht, die mehr zu bieten haben als Glühwein und Stollen. Ein Überblick.

Von SZ-Autorinnen und SZ-Autoren

Tegernsee: Von Markt zu Markt

Wem ein Weihnachtsmarkt nicht reicht, der kann am Tegernsee gleich drei an einem Tag besuchen: den weihnachtlichen Schlossmarkt Tegernsee, den Rottacher Advent und den Seeadvent in Bad Wiessee. Das Besondere: Ein Schiff fährt im 30-Minuten-Takt und bringt die Besucher von Markt zu Markt. So erleben sie die Weihnachtsmärkte aus einem ganz neuen Blickwinkel. Die drei Märkte am Seeufer bieten an drei Adventswochenenden Stände mit Speisen aus der Region und regionalem Handwerk sowie ein abwechslungsreiches Programm. Lina Krauß

  • Wo: Seeadvent Bad Wiessee, Seepromenade, Bad Wiessee
  • Wann: 29. November bis 21. Dezember
  • Öffnungszeiten: an den Wochenenden 14–19 Uhr
  • Wo: Rottacher Advent, Max-Josef-Weg, Rottach-Egern
  • Wann: 29. November bis 21. Dezember
  • Öffnungszeiten: an den Wochenenden 14–19 Uhr
  • Wo: Weihnachtlicher Schlossmarkt Tegernsee, Schloßplatz, Tegernsee
  • Wann: 29. November bis 21. Dezember
  • Öffnungszeiten: an den Wochenenden 14–19 Uhr
  • Informationen zu allen Adventsmärkten: tegernsee.com

Schloss Kaltenberg: Wie im Märchen

Nicht nur die Lichtdekoration auf dem Weihnachtsmarkt Schloss Kaltenberg ist märchenhaft – hier trifft man an jeder Ecke auf Figuren und Szenen aus den Märchen der Gebrüder Grimm.
Nicht nur die Lichtdekoration auf dem Weihnachtsmarkt Schloss Kaltenberg ist märchenhaft – hier trifft man an jeder Ecke auf Figuren und Szenen aus den Märchen der Gebrüder Grimm. (Foto: Schloss Kaltenberg)

Schon aus der Ferne sind die stimmungsvollen Farben zu erkennen, in die das weitläufige Schlossgelände getaucht ist. Märchenhaft sollen sie wieder werden, die vier Adventswochenenden auf dem Weihnachtsmarkt, dessen Gestaltung von den Erzählungen der Gebrüder Grimm inspiriert ist. Da trifft man den Froschkönig, der geküsst werden will. Der junge Hans, der gerade ziemlich artistisch lernt, eine Bohnenranke hinaufzuklettern. Oder Frau Holle, die ihre Betten auf dem Eingangstor schüttelt und Schneeflocken auf die Besucher rieseln lässt. Auf Schritt und Tritt gibt es entlang der Marktstände Überraschendes zu entdecken.

Es gibt Darbietungen von Gauklern, Magiern, Musikanten, Perchten und Walk Acts, dazu Feuershows und Artistik. Wer möchte, lässt sich zum Ausklang ein dreigängiges Käsefondue im Bräustüberl schmecken, das allerdings vorbestellt werden muss. Ariane Witzig

  • Wo: Schloßstraße 13, Geltendorf
  • Wann: 28. November bis 28. Dezember
  • Öffnungszeiten: freitags 16–21.30 Uhr, samstags 12.30–21.30 Uhr, sonntags 11.30–20 Uhr
  • Informationen: schloss-kaltenberg-weihnachtsmarkt.de, die Parkplätze sind kostenlos

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Selb: In der Porzellanstadt

Auf dem Weihnachtsmarkt in der Porzellanstadt Selb bestehen die Christbaumkugeln selbstverständlich: aus Porzellan.
Auf dem Weihnachtsmarkt in der Porzellanstadt Selb bestehen die Christbaumkugeln selbstverständlich: aus Porzellan. (Foto: Stadt Selb)

Die oberfränkische Porzellanstadt Selb liegt in unmittelbarer Nähe zur deutsch-tschechischen Grenze. Die Weihnachtszeit eröffnet Selb allerdings mit Gästen aus der französischen Loire-Partnergemeinde Beaucouzé. Und so kommen Besucher des Selber Weihnachtsmarktes am ersten Adventswochenende nicht nur in den Genuss fränkischer Traditionsgerichte – sie dürfen sich auch an Austern laben und dabei Deutschlands größten mit Porzellan geschmückten Weihnachtsbaum betrachten. Am letzten Adventswochenende wird es feurig, eine Feuershow rundet die Weihnachtszeit ab. Max Weinhold

  • Wo: Martin-Luther-Platz 1, Selb
  • Wann: 28. November bis 21. Dezember
  • Öffnungszeiten: freitags 15.30–20 Uhr, samstags 14–20 Uhr, sonntags 14–20 Uhr
  • Informationen: selb.de

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Halsbach: Mitten im Wald

Auf verzweigten Wegen durch den Wald können Besucher regionales Kunsthandwerk, aber auch Speisen aus Afrika genießen.
Auf verzweigten Wegen durch den Wald können Besucher regionales Kunsthandwerk, aber auch Speisen aus Afrika genießen. (Foto: Waldbühne Halsbach)

Ein Weihnachtsmarkt ist grundsätzlich eine kommerzielle Sache, und die Waldweihnacht im abgelegenen Halsbach bei Altötting macht da weder eine Ausnahme noch macht sie daraus ein Geheimnis mit ihren acht Euro Eintritt. Dafür verteilen sich die oft auch Bus-weise anreisenden Besucher gut auf die verzweigten Wege durch den Wald, in dem es auch ein Hirschgatter gibt. Die Warenpalette der überwiegend regionalen Standbetreiber reicht vom Kuschelwichtel bis zur Kettensägekunst und das Speisenangebot von Afrika bis Bayerwald. Matthias Köpf

  • Wo: Spielhof 58, Halsbach
  • Wann: 28. November bis 14. Dezember
  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 17–21 Uhr; an den Wochenenden 13–21 Uhr (kostenloser Bustransfer vom Bürgerzentrum Burgkirchen und Ortsteil Holzen alle 20 Minuten)
  • Informationen: waldweihnacht-halsbach.de

Augsburger Zoo: Buntes Lichtermeer

Schwanensee, eine vorweihnachtliche Lichtinstallation im Augsburger Zoo.
Schwanensee, eine vorweihnachtliche Lichtinstallation im Augsburger Zoo. (Foto: Nicole Reimer/Christmas Garden)

Der Augsburger Zoo verwandelt sich in der Adventszeit in ein buntes Lichtermeer. Den sogenannten Christmas-Garden gibt es schon seit einigen Jahren in verschiedenen europäischen Städten. Auf einem rund zwei Kilometer langen Rundweg durch den Zoo können Besucher Leuchtfiguren, -szenen und Illuminationen betrachten. Die Lichtinstallationen werden von einem eigens für das Lichtevent komponierten Sounddesign begleitet. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt: Entlang des Weges finden sich Stände mit Heißgetränken sowie herzhaften und süßen Speisen. Tickets gibt es an der Abendkasse oder vergünstigt im Vorverkauf. Lina Krauß

  • Wo: Brehmplatz 1, Augsburg
  • Wann: 27. November bis 6. Januar
  • Öffnungszeiten: täglich 17–21 Uhr, letzter Einlass um 20 Uhr
  • Informationen: christmas-garden.de/augsburg

Eging am See: Country Christmas

Hier werden auch Cowboys sentimental: der deutsch-amerikanische Weihnachtsmarkt in Pullman City.
Hier werden auch Cowboys sentimental: der deutsch-amerikanische Weihnachtsmarkt in Pullman City. (Foto: Pullmann City)

Die Westernstadt „Pullman City“ verwandelt sich vom 14. November an in einen deutsch-amerikanischen Weihnachtsmarkt. In dem Erlebnispark, in dem sonst auch wilde Western-Shows mit Messerwerfern stattfinden, wird es zur Weihnachtszeit romantischer. Bis Ende Dezember werden jede Woche von Donnerstag bis Sonntag neben Ständen mit Glühwein, Punsch, Speisen und Handwerkskunst auch einige Shows und Attraktionen geboten. Die „Christmas Memory Show“ lädt zu einer Reise durch Weihnachtstraditionen aus aller Welt ein: mit Wichteln, dem letzten Einhorn, Väterchen Frost und Santa Claus. Typisch amerikanisch kann man sich auf Santa’s Ranch dann auf den Schoß vom Weihnachtsmann setzen, ihm die Weihnachtswünsche ins Ohr flüstern und anschließend ein Erinnerungsfoto schießen. Auch für Kinder gibt es ein spezielles Programm, unter anderem eine Weihnachtswerkstatt. Weil der Ticketshop aktuell gewartet wird, kann man Tickets nur vor Ort kaufen. Lea Ehrenberg

  • Wo: Ruberting 30, Eging am See
  • Wann: 14. November bis 21. Dezember
  • Öffnungszeiten: donnerstags 16–21 Uhr, freitags 12–21 Uhr, samstags 11.30–21.30 Uhr, sonntags 11–20 Uhr
  • Informationen: pullmancity.de

Sankt Englmar: Über Baumwipfeln

Der Weihnachtsmarkt auf dem Waldwipfelweg in Sankt Englmar.
Der Weihnachtsmarkt auf dem Waldwipfelweg in Sankt Englmar. (Foto: Michael Rackl)

Seinen Glühwein in 52 Meter Höhe schlürfen kann man auf dem Waldwipfelweg in Sankt Englmar im Landkreis Straubing-Bogen. Von dem weihnachtlich beleuchteten Turm hat man eine gute Aussicht auf die Attraktionen um einen herum. Da wären der Weihnachtsmarkt zwei Autominuten entfernt in Maibrunn mit Panoramablick über die verschneite Winterlandschaft. Oder aber ein virtueller Rundflug über den Bayerwald, ein Naturerlebnispfad oder ein Indoor-Spieleland für Kinder. Lisa Schnell

  • Wo: Waldwipfelweg, Maibrunn 9a, St. Englmar
  • Wann: 21. November bis 21. Dezember
  • Öffnungszeiten: freitags 15–20 Uhr, samstags und sonntags 12–20 Uhr
  • Informationen: waldwipfelweg.de
  • Wintermarkt: vom 27. bis 30. Dezember, täglich 12–18 Uhr geöffnet

Sommerhausen: Im Künstlerort

Der Sommerhäuser Weihnachtsmarkt bietet Kunsthandwerk aller Art an.
Der Sommerhäuser Weihnachtsmarkt bietet Kunsthandwerk aller Art an. (Foto: Anke Hartenstein-Stryjski)

Logischerweise würde man den stilechteren Weihnachtsmarkt eher in Winterhausen erwarten, nicht im gegenüberliegenden Sommerhausen. Aber was soll schon Logik an Weihnachten? Also gilt die Empfehlung für einen originellen Weihnachtsmarkt für das östlich des Mains gelegene Sommerhausen. Das westlich davon gelegene Winterhausen ist auch schön, liegt ebenfalls im Landkreis Würzburg, dürfte aber wohl kaum Anspruch erheben, die Nachbarn in diesem winterspezifischen Punkt zu übertreffen.

Seit 1984 gibt es den Sommerhäuser Weihnachtsmarkt, gegründet wurde er von einer heimischen Künstlerin, bis heute wird er bestückt von Kunsthandwerkern und Künstlerinnen. Und davon gibt es hinreichend viele im Künstlerort Sommerhausen, nicht nur das berühmte Torturmtheater. Olaf Przybilla

  • Wo: Hauptstraße 15, Sommerhausen
  • Wann: 29. November bis 21. Dezember
  • Öffnungszeiten: an den Wochenenden 13–19 Uhr
  • Informationen: sommerhausen.de

Himmelstadt: Heimat des Christkinds

Ein Brief ans Christkind im Weihnachtspostamt in Himmelstadt.
Ein Brief ans Christkind im Weihnachtspostamt in Himmelstadt. (Foto: Nicolas Armer/dpa)

Im unterfränkischen Himmelstadt ist der Bezug nach oben natürlich etwas offenkundiger als in Sommerhausen. Himmelstadt liegt ebenfalls am Main, allerdings nördlich von Würzburg, im Landkreis Main-Spessart. Es mag sein, dass der Himmelstädter Weihnachtsmarkt letztlich etwas gewöhnlicher ausfällt als der künstlerisch geprägte in Sommerhausen – in Himmelstadt wird der Markt als handfeste „fränkische Dorfweihnacht“ beworben, freilich mit Engelswerkstatt, Märchenerzählerinnen, Zauberer und Malwettbewerb. Aber das Weihnachtspostamt, das macht Himmelstadt niemand nach. In der „Heimat des Christkindes“ gehen in der Adventszeit etliche zehntausend Postsendungen an das „Christkind“ in Himmelstadt ein. Olaf Przybilla

  • Wo: Mainlände an der Mainbrücke zwischen Kirchplatz und Mainstraße, Himmelstadt
  • Wann: 29./30. November und 13./14. Dezember
  • Öffnungszeiten: samstags 15–20 Uhr, sonntags 13–19 Uhr
  • Informationen: weihnachtserlebnisse.de

Gut Mergenthau: Wo die Kamele wohnen

Hoch zu Kamel: Auf Gut Mergenthau im schwäbischen Kissing ist das möglich.
Hoch zu Kamel: Auf Gut Mergenthau im schwäbischen Kissing ist das möglich. (Foto: Gut Mergenthau)

Wer einmal im Schneetreiben auf einem Kamel reiten möchte, der ist bei der Waldweihnacht auf Gut Mergenthau im schwäbischen Kissing bestens aufgehoben. Es ist ein Weihnachtsmarkt mit bezaubernder Stimmung, die Veranstalter räumen alle Stallungen und Scheunen aus, in denen Kunsthandwerker dann ihre Arbeiten zur Schau stellen.

Was an Speisen und Getränken bio und regional hergeht, wird bio und regional verkauft, übrigens auch die zertifizierten Christbäume. Nicht nur die Kamele – sowie Ponys als Reittiere – sind eine Attraktion, sondern auch die Tiere einer Greifvogel-Auffangstation, verschiedene Musikgruppen, das Bogenschießen unter professioneller Anleitung oder auch das Schnitzen von Eisskulpturen. Florian Fuchs

  • Wo: Gut Mergenthau 1, Kissing
  • Wann: 29. November bis 21. Dezember
  • Öffnungszeiten: an den Wochenenden samstags 14–20 Uhr, sonntags, 11–20 Uhr
  • Informationen: gut-mergenthau.de

Fraueninsel: Lichterfunkeln im See

Mit dem Schiff zum Weihnachtsmarkt – am Chiemsee geht das.
Mit dem Schiff zum Weihnachtsmarkt – am Chiemsee geht das. (Foto: Matthias Schrader/dpa)

Ein Geheimtipp ist der Christkindlmarkt auf der Fraueninsel im Chiemsee wirklich nicht. Etwas Besonderes ist er schon, allein wegen der Anreise mit dem Linienschiff. Viel romantischer als auf der lichterfunkelnden Insel mitten im See wird es jedenfalls nicht mehr – sofern zur Romantik nicht auch ein bisschen Einsamkeit gehört. Aber wer die Einsamkeit sucht, sollte sich von Weihnachtsmärkten ohnehin fernhalten, zumal von dem auf der Fraueninsel, wo zeitweise wahre Menschenmengen auf dem einzigen Weg um die Insel rotieren.

Lautet die Auswahl dabei linksherum oder rechtsherum, so ist die Auswahl bei den Ständen umso größer, die sich am westlichen und am östlichen Uferweg aufreihen und in der Mitte der Insel zusammenballen. Es gibt alles, was die Gäste eben so erwarten dürfen, und dazu bei den Inselfischern ein großes Angebot an Fischsemmeln und Renken-Baguettes. Matthias Köpf

  • Wo: Fraueninsel im Chiemsee
  • Wann: 27. November bis 30. November und 4. Dezember bis 7. Dezember
  • Öffnungszeiten: donnerstags 15–20 Uhr, freitags bis sonntags 12–20 Uhr (Schiffe ab Prien/Stock von 10 bis 18.30 Uhr halbstündlich, ab Gstadt 9.50 bis 18.50 Uhr, letzte Rückfahrt jeweils 21 Uhr )
  • Informationen: chiemsee-alpenland.de

Hauzenberg: Mitten im Steinbruch

Ganz besonderes Ambiente: Wo einst Granit abgebaut wurde, strahlt zur Adventszeit eine weihnachtliche Festkulisse.
Ganz besonderes Ambiente: Wo einst Granit abgebaut wurde, strahlt zur Adventszeit eine weihnachtliche Festkulisse. (Foto: Advent im Woid)

Einen ganz besonderen Christkindlmarkt gibt es in Hauzenberg: Wo einst schweres Gerät Granit aus dem Berg im Bayerischen Wald gebrochen hat, verwandelt sich der stillgelegte Steinbruch zur Adventszeit in eine weihnachtliche Festkulisse. Unter den hohen beleuchteten Felswänden gibt es neben kulinarischen Spezialitäten, vorweihnachtliche Konzerte und Vorführungen. Ein Film über die Geschichte des Steinbruchs zeigt die Arbeit der Bergleute und wird direkt auf die Felswand projiziert. Kunsthandwerker und Kunsthandwerkerinnen aus der Region zeigen ihre Arbeiten. Und auch für Kinder gibt es hier etwas Besonderes: In einer Glasmanufaktur dürfen Kinder selbst Christbaumkugeln blasen. Der Eintritt hier kostet fünf Euro.

  • Wo: altes Steinbruchgelände des Granit-Zentrums Bayerischer Wald, Hauzenberg
  • Wann: 27. November bis 21. Dezember
  • Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag 14–20 Uhr kostenloser Parkplatz im Bürgerpark, kostenloser Shuttleverkehr zwischen Granit-Zentrum und Bürgerpark
  • Informationenadvent-im-woid.de

Berchtesgaden: Brauchtum und Böller

Die Weihnachtsschützen des Berchtesgadener Landes pflegen den Brauch des Weihnachtsschießens seit Jahrhunderten. Sie verwenden dafür Handböller und Schwarzpulver.
Die Weihnachtsschützen des Berchtesgadener Landes pflegen den Brauch des Weihnachtsschießens seit Jahrhunderten. Sie verwenden dafür Handböller und Schwarzpulver. (Foto: IMAGO/Wassmuth)

Weihnachten beginnt mit einem Knall, zumindest in Berchtesgaden. Eine Woche vor Heiligabend wird das Christkind jeden Tag von den Weihnachtsschützen begrüßt. Echos der Böller hallen dann über das Tal. Überhaupt ist der Berchtesgadener Christkindlmarkt von Brauchtum und Tradition geprägt. So ziert das „Oaschpfeifirössl“, also ein Pferd, welchem eine Art Trillerpfeife im Hintern steckt, nicht nur den Berchtesgadener Christbaum, sondern schmückt in Überlebensgröße auch den Markt. Das hölzerne Oaschpfeifirössl war der Exportschlager der Fürstprobstei Berchtesgaden, die bis 1810 ein eigenständiger Kirchenstaat war. Viele Bauern und Arbeiter des Salzbergwerks verdienten sich mit Schnitzerei und Holzhandwerk etwas dazu, so entstand auch diese Figur, die  später ein Revival als Christbaumschmuck erlebte.

Diese Figur kann man natürlich auch in allen Größen auf dem Christkindlmarkt kaufen,  wie auch anderes traditionelles Handwerk. Volksmusik, Turmbläser auf dem Glockenturm der Stiftskirche, kostenlose Pferdekutschenfahrten und ein Christbaum-Labyrinth ergänzen die adventliche Stimmung. Zoe von Langen

  • Wo: Maximilianstraße 2, Berchtesgaden
  • Wann: 21. November bis 3. Januar 2026
  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 12–20 Uhr, Samstag und Sonntag 11–20 Uhr, 25.12. geschlossen, 26.12.–3.1. (12–19 Uhr), 24.12. und 31.12. (10–16 Uhr)
  • Informationenberchtesgaden.de
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Von Ariane Witzig

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