Weihenstephan Hohe Waldbrandgefahr wegen Trockenheit

Die anhaltende Trockenheit über Ostern hat die Waldbrandgefahr in Bayern weiter verschärft. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab für Mittwoch für fast ganz Bayern die Gefahrenstufe 4 aus, im westlichen Mittelfranken sogar die höchste Stufe 5. Mit einer Entspannung der Lage wird erst am Freitag gerechnet - dann soll es in Bayern regnen, wie ein Sprecher des Wetterdienstes sagte. Alle sieben Bezirksregierungen ordneten eine Luftbeobachtung der Wälder an. Vor allem in Ober- und Mittelfranken war die Feuerwehr während der Feiertage im Einsatz, weil Waldstücke Feuer fingen. Mit dem größten Brand hatten Löschtrupps in Hersbruck (Landkreis Nürnberger Land) zu kämpfen. Dort gerieten am Ostermontag ein 10 000 und ein 2000 Quadratmeter großes Waldstück in Brand. Weil die größere Fläche schwer zugänglich war, stellten Landwirte ihre Güllefasser für den Wassertransport zur Verfügung. Ebenfalls am Ostermontag brannten im selben Landkreis zwei rund 3000 Quadratmeter große Waldstücke bei Rupprechtstegen und bei Röthenbach an der Pegnitz nieder.

Das Risiko von Waldbränden wird sich laut DWD in Bayern bis Mittwoch nochmals erhöhen. Der April sei extrem trocken, sagte Harald Maier, Leiter der DWD-Niederlassung Weihenstephan, die den Waldbrandgefahrenindex für Bayern herausgibt. Zudem erwartet der DWD in der Rhön und von Oberfranken bis Niederbayern starke bis stürmische Böen aus Südosten. Die Winde verstärkten die Luftverdunstung und erhöhten die Trockenheit in den Wäldern sowie die Laufgeschwindigkeit von Feuern, erläuterte Maier.