TerrorverdachtIS-Mitgliederliste führt Ermittler zu Verdächtigen in Bayern

Die Polizei griff in in Traunreut  und in Weiden in der Oberpfalz zu.
Die Polizei griff in in Traunreut  und in Weiden in der Oberpfalz zu.
Foto: Peter Kneffel/dpa

Zwei mutmaßlich ehemalige IS-Kämpfer sitzen jetzt in Deutschland in U-Haft. Hinweise führten nach zehn Jahren zu ihrer Identifizierung.

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In Bayern sind zwei Männer festgenommen worden, die vor einem Jahrzehnt als Kämpfer bei der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) gewesen sein sollen. Ein 28-jähriger Iraker sei bereits am 23. Juli in Traunreut im Landkreis Traunstein gefasst worden, berichteten die Generalstaatsanwaltschaft München und das Bayerische Landeskriminalamt.

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Am Dienstag wurde dann in Weiden in der Oberpfalz den Angaben nach ein 46-jähriger Syrer festgenommen. Die zwei Männer befinden sich nun in Untersuchungshaft. Einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen den beiden Fällen gibt es demnach nicht. Die Ermittler kamen durch eine „IS-Mitgliederliste“ sowie weitere Daten auf die Spur der Männer, die sich in Bayern befanden, wie es weiter hieß. Der Iraker soll zwischen Januar und September 2016 verschiedenen IS-Einheiten im Irak und in Syrien angehört haben.

Der Syrer soll im Jahr 2016 ebenfalls bei Kampfeinheiten der Terrorgruppe sowie bei der IS-Polizei tätig gewesen sein.
Beide Beschuldigten sollen monatliche Zahlungen vom IS erhalten haben. Ihnen wird Mitgliedschaft in der Terrororganisation vorgeworfen. Das Strafgesetzbuch ermöglicht es, in Deutschland auch die Unterstützung von Terrorvereinigungen im Ausland zu verfolgen. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für die Verdächtigen die Unschuldsvermutung.

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