Umweltskandal in der Oberpfalz500 Tonnen Schrott: Freistaat holt illegal in Tschechien entsorgten Müll zurück

In dem kleinen tschechischen Ort Jiříkov sollen 500 Tonnen Abfall illegal abgeladen worden sein.
In dem kleinen tschechischen Ort Jiříkov sollen 500 Tonnen Abfall illegal abgeladen worden sein. (Foto: privat)
  • Weiden in der Oberpfalz: 500 Tonnen Schrott - Bayern holt illegal in Tschechien entsorgten Müll zurück.
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Ein bayerisches Unternehmen soll in Tschechien illegal Abfall aus der Oberpfalz entsorgt haben. Die Firma ist inzwischen insolvent. Nun muss der Freistaat bei der Rückhol-Aktion einspringen.

Der illegal in der tschechischen Grenzregion abgeladene Müll wird zurückgeholt. Die Regierung der Oberpfalz hat nach Angaben eines Sprechers für den Rücktransport und die ordnungsgemäße Entsorgung der Abfälle geeignete Transport- und Entsorgungsfirmen beauftragt. Ein Abfallunternehmen aus der Oberpfalz soll den Müll illegal im Nachbarland abgeladen haben.

Weil die in Weiden ansässige Firma ihrer „nach der EU-Abfallverbringungsverordnung bestehenden und per Bescheid angeordneten Verpflichtung zur Rücknahme und Entsorgung“ der Abfälle nicht nachgekommen sei, werde die Regierung der Oberpfalz in sogenannter Ersatzvornahme tätig, teilte der Sprecher mit. „Das bedeutet, dass der Freistaat Bayern die Rücknahme und Entsorgung auf Kosten der Firma übernimmt.“ Das Unternehmen ist inzwischen insolvent.

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Ein konkreter Termin für den Rücktransport steht noch nicht fest, wie die Regierung der Oberpfalz mitteilte. Momentan würden noch verschiedene Unterlagen für den Transport zusammengestellt.

Der Geschäftsführer der Firma sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Er soll dafür verantwortlich sein, dass seit dem Jahr 2022 in 21 Fällen sowohl gefährliche und nicht gefährliche Abfälle ohne die nötigen Genehmigungen ins Ausland gebracht wurden. Wie die Staatsanwaltschaft Weiden mitteilte, sollen unter seiner Anleitung außerdem Abfälle bewusst falsch eingestuft worden sein, um Auflagen zu umgehen. Deutsche und tschechische Beamte ermitteln in dem Fall bereits seit vielen Monaten gemeinsam. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Der Fall beschäftigte auch die Landespolitik, unter anderem den Umweltausschuss im Landtag. Dessen Vorsitzender Alexander Flierl (CSU) sagte bei einer Sitzung im April 2025, die illegale Verbringung des Mülls sei „ein gravierender, schwerwiegender Vorgang“. Die Empörung vor allem auch auf tschechischer Seite sei zu Recht groß.

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