Nach Angriff in AschaffenburgAngebliche Polizei-Eskorte für Kinder – Warnung vor Falschmeldungen

Nach dem Messerangriff in Aschaffenburg werden immer wieder Falschmeldungen in den sozialen Medien bereitet.
Nach dem Messerangriff in Aschaffenburg werden immer wieder Falschmeldungen in den sozialen Medien bereitet. (Foto: Daniel Vogl/dpa)

Nach dem tödlichen Angriff auf eine Kindergartengruppe in Aschaffenburg kursiert ein Foto von Kindern mit vermeintlichem Polizeischutz im Internet. Doch der Hintergrund der Aufnahme ist ein anderer.

Wegen der Verbreitung eines Fotos einer vermeintlichen Polizei-Eskorte für eine Kindergruppe in Unterfranken warnt die Polizei vor Falschmeldungen. Teilweise wurde die Aufnahme im Internet mit der Behauptung geteilt, dass Kindergartengruppen nach dem tödlichen Angriff von Aschaffenburg nun unter Polizeischutz stünden.

Auf dem Bild sei aber eine Kindergartengruppe im unterfränkischen Obernburg am Main zu sehen, die die Polizei bei einem Ausflug besucht habe, teilte das Polizeipräsidium in Würzburg mit. „Diese Gruppe war zu Besuch auf unserer Dienststelle und durfte sich die Streifenfahrzeuge, unsere Ausrüstung und das Gebäude anschauen“, teilte die Polizei auf ihrem offiziellen Account auf X mit.

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„Die Gruppen werden immer zu Fuß am Bahnhof abgeholt und auch wieder dorthin zurückgebracht“, hieß es in dem Beitrag weiter. „Bei dieser Gelegenheit erklären wir gleich die wichtigsten Verkehrsregeln.“

Online teilten auch Politiker das Foto mit den falschen Gerüchten. Der baden-württembergische AfD-Landtagsabgeordnete Miguel Klauß verbreitete das Bild auf Facebook mit dem Kommentar: „Kita Ausflug, Deutschland 2025. Kein Symbolbild.“ Ebenso teilte der Kreisverband der AfD Mayen-Koblenz auf Facebook das Foto mit der falschen Beschreibung vom „Polizeischutz“, den es nicht gab.

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SZ PlusVon Lisa Schnell

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