Der rund 30 Hektar große Wald- und Flächenbrand im unterfränkischen Waldaschaff (Landkreis Aschaffenburg) ist gelöscht. Am späten Sonntagabend meldete die Feuerwehr, dass der Einsatz zurückgefahren werde, da alle festgestellten Brandstellen und Glutnester abgelöscht seien. Das Gebiet werde aber weiterhin kontrolliert.
Seit Samstagnachmittag seien rund 1000 Einsatzkräfte beteiligt gewesen, hieß es. „Insbesondere die Kombination aus großer Hitze, Trockenheit, Wind, schwierigem Gelände und teilweise tief im Waldboden liegenden Brandnestern stellte die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen.“ Teilweise habe man Brandnester, die tief im Boden lagen, mit Baggern freilegen müssen. Auch Hubschrauber waren im Einsatz.
Durch den „massiven Einsatz“ sei es gelungen, zu verhindern, dass die Flammen auf eine angrenzende Wohnbebauung und einen unmittelbar gefährdeten Waldkindergarten übergriffen, hieß es von der Feuerwehr. Im Verlauf des Einsatzes wurden insgesamt sieben Feuerwehrleute leicht verletzt, zudem wurde auch eine verletzte Passantin versorgt. Zuletzt konnten die Einsatzkräfte auch noch ein verletztes Schaf aus dem Wald retten. Das Tier sei während des Brands von seiner Herde getrennt worden, teilte die Kreisbrandinspektion mit.
Das Feuer hatte sich einer Weide genähert, auf der die Schafe standen. Um die Tiere zu schützen, hatten Einsatzkräfte den Zaun geöffnet und die Herde so in Sicherheit gebracht. Dabei sei aber das eine Schaf in den Wald geflüchtet. Einsatzkräfte fingen das Tier bei Nachlöscharbeiten ein und transportierten es aus dem Wald.

Weniger tierisch, aber genauso brandgefährlich ging es am Wochenende auch im nur 20 Autominuten von Waldaschaff entfernt gelegenen Rechtenbach (Landkreis Main-Spessart) zu. Dort mussten etwa 300 Einsatzkräfte ebenfalls einen Waldbrand bekämpfen. Die betroffene Fläche erstreckte sich den Angaben nach auf rund 7000 Quadratmeter, also knapp ein Hektar. Die nahe gelegene Bundesstraße 26 musste zeitweise gesperrt werden.
Bereits am späten Freitagabend gab es in Unterfranken einen weiteren Waldbrand. In Höchheim (Landkreis Rhön-Grabfeld) waren nach Polizeiangaben rund 200 Einsatzkräfte mehrere Stunden mit Löschmaßnahmen beschäftigt. Zwei Feuerwehrleute erlitten leichte Verletzungen. Landwirte brachten Löschwasser.
In Titting wird ein möglicher Brandstifter festgenommen
Nach mehreren Bränden im Gemeindebereich Titting (Landkreis Eichstätt) hat die Polizei unterdessen einen mutmaßlichen Brandstifter festgenommen. Der 57-Jährige sei dringend tatverdächtig und sitze in Untersuchungshaft, teilte die Polizei mit. Zuvor hatte es eine Wohnungsdurchsuchung bei dem Mann gegeben.
Die Ermittler prüfen nun, ob der Tatverdächtige für ähnliche Vorfälle in der jüngeren Vergangenheit verantwortlich sein könnte.
Am vergangenen Montag hatte es im Gemeindebereich Titting an drei Stellen gleichzeitig gebrannt, unter anderem stand ein Holzstoß in Flammen. Die drei Brandorte lagen jeweils etwa einen Kilometer voneinander entfernt.


