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Wackersdorf:Lehrerin nach Vorwurf der Körperverletzung versetzt

Eltern werfen der Frau vor, Kinder zu drangsalieren. Auch der frühere Schulleiter wird kritisiert, weil er sie gewähren ließ. Nun muss die Pädagogin im Innendienst arbeiten.

Damit das neue Schuljahr an der Grundschule Wackersdorf ruhiger beginnt, als das alte zu Ende ging, hat die Regierung der Oberpfalz eine Lehrerin aus der Schule abgezogen und in den Innendienst versetzt. Vor den Sommerferien hatten einige Eltern schwere Vorwürfe gegen diese Lehrerin, Kollegen und den mittlerweile pensionierten Rektor erhoben.

Die Eltern werfen der Pädagogin vor, Kinder zu drangsalieren. Der frühere Schulleiter wird kritisiert, weil er sie gewähren ließ. Mehrere Dienstaufsichtsbeschwerden laufen. Ein Ergebnis ist noch nicht in Sicht, denn mittlerweile ermittelt auch die Amberger Staatsanwaltschaft. Die Berichterstattung der Medien habe den begründeten Anfangsverdacht geliefert, deshalb habe man Ermittlungen eingeleitet, sagte Oberstaatsanwalt Stefan Täschner. Im Raum stehen fahrlässige Körperverletzung und Körperverletzung im Amt.

Täschner geht davon aus, dass sich die Ermittlungen der Kriminalpolizei hinziehen. Denn die Vorwürfe in den Dienstaufsichtsbeschwerden müssen geprüft, Eltern, Lehrer, Ärzte und womöglich auch die Kinder vernommen werden. Dazu kommt eine Anzeige des Schulamts wegen Bedrohung, Anlass war ein Bericht der Bild. Die Regierung der Oberpfalz will die Ermittlungsergebnisse abwarten, bevor über die Dienstaufsichtsbeschwerden entschieden wird, teilte eine Sprecherin mit.

© SZ vom 07.09.2019 / angu, gla/infu

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