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Vor den Jahreszeugnissen:BLLV-Präsident will Sitzenbleiben abschaffen

30 000 Schüler bleiben vermutlich sitzen

Ersten Schätzungen zufolge müssen in Bayern 30.000 Schüler die Klasse wiederholen.

(Foto: dpa)

Wenn es an diesem Dienstag Zeugnisse gibt, heißt es für etwa 30.000 Schüler: Sie müssen die Klasse wiederholen. BLLV-Präsident Wenzel fordert, das Sitzenbleiben abzuschaffen.

  • In wenigen Tagen gibt es an Bayerns Schulen Zeugnisse. Schätzungsweise 30.000 Schüler müssen die Klasse wiederholen
  • BLLV-Präsident Klaus Wenzel fordert, das Sitzenbleiben in Schulen abzuschaffen.

30.000 Schüler bleiben heuer sitzen

Wenn am Dienstag die Zeugnisse in den Schulen Bayerns verteilt werden, wird es nicht nur glückliche Gesichter geben. Von den rund 1,7 Millionen bayerischen Schülern werden etwa 30.000 eine "Ehrenrunde" drehen müssen. Diese erste Schätzung des Bayerischen Lehrerverbandes (BLLV) bestätigt auch das Kultusministerium in Bayern. Sie orientiere sich an den Zwischenzeugnissen und an den Resultaten aus dem Vorjahr.

Sitzenbleiben als pädagogischer Wahnsinn

Der BLLV fordert, das Sitzenbleiben ganz abzuschaffen. "Nicht nur pädagogisch, sondern auch volkswirtschaftlich ist das ein Wahnsinn," erklärte BLLV-Präsident Klaus Wenzel. Durch das Sitzenbleiben würden pro Schüler etwa 5000 Euro zusätzliche Kosten anfallen, also 150 Millionen Euro für alle Sitzenbleiber insgesamt. "Für dieses Geld können wir auch zusätzliche Lehrer einstellen. Förderungen, individuelle Betreuung könnten das Sitzenbleiben ersparen - und dem Staat viel Geld", sagte Wenzel.

© Süddeutsche.de/dpa/bica
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