Volksverhetzung Ex-Faschingsfunktionär vor Gericht

Wegen Volksverhetzung in zwei Fällen muss sich ein ehemaliger Funktionär einer Würzburger Faschingsgesellschaft am Amtsgericht Würzburg verantworten. Nach Angaben des Gerichtssprechers hat der Mann Einspruch gegen einen Strafbefehl eingelegt, weshalb der Fall nun öffentlich verhandelt wird. Vorgeworfen wird dem Mann die Verbreitung gewaltverherrlichender Bildern in einer privaten Whatsapp-Gruppe, die laut Staatsanwaltschaft den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt. Der Fall hatte in Würzburg hohe Wellen geschlagen. Nachdem die Main Post darüber berichtet hatte, war der Mann von seinem Amt zurückgetreten. Eine Kritikerin aus der Gilde, die Anstoß an den Bildern genommen hatte, war ihrerseits ins Visier von Funktionären geraten. Die Frau hatte die zunächst folgenlose Verbreitung der Bilder moniert. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte sich Frankens Faschingsverband von rechtsradikalem Gedankengut und Ausländerfeindlichkeit distanziert.