Volksbegehren Artenvielfalt "Was wir machen, muss anerkannt werden"

Der Niederbayer Walter Heidl, 59, steht seit 2012 an der Spitze des Bauernverbandes in Bayern. Zudem ist er seit 2015 stellvertretender Präsident des Deutschen Bauernverbandes.

(Foto: Matthias Balk/dpa)

Walter Heidl, Chef des bayerischen Bauernverbands, sieht seinen Berufsstand durch das Volksbegehren Artenvielfalt zu Unrecht an den Pranger gestellt.

Interview von Sebastian Beck und Christian Sebald

SZ: Herr Heidl, Sie bewirtschaften einen Bauernhof mit 200 Mastschweinen, 60 Zuchtsauen und 40 Hektar Ackerland. Was tun Sie für die Artenvielfalt?

Walter Heidl: Ich beteilige mich an Agrar-Umweltprogrammen, zum Beispiel habe ich einen Gewässerrandstreifen, einen Streifen Grünland zwischen Acker und Wald und seit 2011 blühende Rahmen um meine Maisfelder. Ich war damals Umweltpräsident des Bauernverbands. Der erste blühende Rahmen in Bayern ist auf meinem Acker gewachsen.

Als Bauer sind Sie viel in der Natur, fällt Ihnen da der Artenschwund ...

Umwelt und Naturschutz in Bayern "Wir werden hinter unseren Forderungen nicht zurückstehen"

Volksbegehren Artenvielfalt

"Wir werden hinter unseren Forderungen nicht zurückstehen"

Das Volksbegehren zur Rettung der Bienen hat in Bayern enorme Zustimmung gefunden. Initiatorin Agnes Becker erklärt, worüber sie am runden Tisch mit Gegnern bereit ist zu verhandeln - und worüber nicht.   Interview von Isabel Bernstein