Auf Raststätte bei WunsiedelBerliner glücklich über wiedergefundenen Ehering: Jetzt will er sogar nach Bayern ziehen

Jochen Sandfort aus Berlin mit dem wieder aufgetauchten Ehering.
Jochen Sandfort aus Berlin mit dem wieder aufgetauchten Ehering. Foto: Mike Müller/dpa

Jochen Sandfort lässt auf einer Autobahnraststätte bei Wunsiedel den Ring liegen. Doch über verschlungene Wege bekommt er ihn zurück. Das hat offenbar die Liebe zum Freistaat geweckt.

Der Canossa-Gang zur Ehefrau war vermutlich schon erfolgt, die Asche aufs Haupt gestreut – und dann doch noch das glückliche Ende: Ein Berliner hat auf der Toilette einer Autobahnraststätte bei Wunsiedel (Oberfranken) seinen Ehering verloren. Das Goldstück im Wert von 4000 Euro fiel einem Lastwagenfahrer aus dem oberpfälzischen Oberviechtach auf – er nahm es mit und brachte es in seiner Heimatstadt zur Polizei, die den Ring ans Fundbüro der Stadt weiterreichte.

Der Eigentümer, inzwischen von der Polizei informiert, reiste eigens in den Oberpfälzer Wald, um den Ring persönlich abzuholen. „Mir fällt ein Stein vom Herz, meiner Frau fällt ein Stein vom Herzen und meiner Ehe fällt ein Stein vom Herzen“, sagte der 66-jährige Jochen Sandfort.

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Er hatte als Beweis für seine Eigentümerschaft das eingravierte Hochzeitsdatum und den Ort der Trauung nennen können: „Venice, 12.09.2011“. Er überlege nun sogar, gemeinsam mit seiner Frau nach Oberviechtach zu ziehen. Der Finder soll eine Belohnung bekommen. Da lasse er sich „auch nicht lumpen“.

Als die Polizei die Tankstelle am Autohof kontaktierte, stellte sich heraus, dass der Eigentümer des Rings bereits angerufen hatte. Da die Mitarbeitenden aber nichts von dem Fund wussten, hatten sie nicht nach den Personalien des Anrufers gefragt. Die Polizei hinterließ daraufhin ihre Nummer beim Autohof für den Fall, dass sich der Eigentümer des Rings noch einmal melden sollte. Als er einen Tag später erneut bei der Tankstelle anrief, wurde er an die zuständige Polizeistation verwiesen.

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