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Verleihung:Ein exklusiver Club

Mit Orden ausgezeichnet: SZ-Redakteurin Annette Ramelsberger.

(Foto: Robert Haas)

Ministerpräsident Söder ehrt 51 Persönlichkeiten aus Sport, Wirtschaft und Kultur mit dem Bayerischen Verdienstorden

Auch dies ist nun wieder möglich: eine Ordensverleihung, bei der alle, wirklich alle 51 zu Ehrenden anwesend sein können. Den Sicherheitsabstand einzuhalten ist nicht schwer im beeindruckenden Antiquarium der Residenz, mit 69 Metern Länge immerhin der größte Renaissancesaal nördlich der Alpen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat dort am Donnerstag den Bayerischen Verdienstorden an 51 Persönlichkeiten ausgehändigt - von Biathletin Laura Dahlmeier, Schauspielerin Eva Mattes, Schriftstellerin Tanja Kinkel bis zum früheren Siemens-Chef Joe Kaeser.

Auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) erhielt den Verdienstorden, unter anderem "für sein Engagement in der Flüchtlingshilfe". Der stattliche Orden in Form eines Malteserkreuzes an weiß-blauem Bande wurde 1957 "als Zeichen ehrender und dankbarer Anerkennung für hervorragende Verdienste um den Freistaat Bayern und das bayerische Volk" erfunden.

Die Zahl der lebenden Ordensträger ist auf 2000 begrenzt. Zurzeit, so Söder, seien es 1500: "Herzlich Willkommen im exklusivsten Club, den es in Bayern gibt." In diesem "Club der Vorbilder" seien nicht nur "Fußballweltmeister, sondern auch Pflegeweltmeisterinnen". Zum Beispiel Philipp Lahm, aber auch Anna Balin aus Würzburg, die ihren Sohn seit 25 Jahren pflegt. Unter den Preisträgern waren neben Sportlergrößen wie Michaela Gerg, Christian Neureuther und Gerd Schönfelder Schauspieler wie Günther Maria Halmer oder Tanja Graf, Leiterin des Literaturhauses. Weitere Ausgezeichnete: Theologe Dieter Breit, Politikbeauftragter der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Gabriele Hammermann, Leiterin der KZ-Gedenkstätte in Dachau, und Karl-Walter Jauch, Chef der bayerischen Impfkommission.

Auch Annette Ramelsberger, Gerichtsreporterin der SZ, wurde mit dem Verdienstorden ausgezeichnet: "Sie zeigt mit ihren Beiträgen, etwa zum NSU-Prozess, großen Mut und findet in ganz Deutschland Beachtung", heißt es in der Laudatio. Theresa Schopper, die frühere Grünen-Chefin und jetzige Kultusministerin an der Seite von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, erhielt den Orden von Söder mit den Worten: "Dieser bayerische Export ist ein Gewinn für Baden-Württemberg."

© SZ vom 09.07.2021 / heid
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