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Verkehrsministerium:Kostenloses Wlan in 25 Zügen der BOB

Die Internetverbindung in Bayerns Zügen soll deutlich besser werden - und so das Bahnfahren nach dem Willen von Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) noch attraktiver machen. Zum Start sollen 25 neue Züge der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) vollständig mit Wlan ausgestattet werden. Sie werden von 2020 an zwischen München und Lenggries, Bayrischzell und Tegernsee verkehren. Reichhart sieht darin eine enorme Verbesserung für die Fahrgäste: Die neuen Züge seien komfortabler, zuverlässiger und emissionsärmer, das kostenlose Internet für alle Fahrgäste sei "das i-Tüpfelchen".

Das Modell soll beispielhaft für die Zusammenarbeit mit weiteren Eisenbahnunternehmen sein. Die Kosten für die Wlan-Ausrüstung von 25 000 bis 50 000 Euro pro Zug wird der Freistaat übernehmen. Nach der Vergabe der 5-G-Frequenzen rechnet die Staatsregierung in den nächsten Jahren mit einer deutlichen Verbesserung der Netzabdeckung auch entlang von Bahnstrecken. "Es lohnt sich deshalb, schon jetzt in die Ausstattung der Züge zu investieren", sagt Reichhart. Die BOB habe im Gegenzug zugesagt, die Betriebskosten für die Wlan-Nutzung zu übernehmen.

Bei der Netzabdeckung entlang der Gleise sieht Reichhart die Mobilfunkanbieter in der Pflicht. Sobald diese Voraussetzung erfüllt ist, will er auf allen Zugverbindungen in Bayern eine Internetverbindung zur Verfügung stellen. Bei Neuausschreibungen von Verkehrsverträgen werde die Bayerische Eisenbahngesellschaft die Ausrüstung und den Betrieb von Wlan zur Pflicht machen. Zudem soll bei Verträgen mit einer Laufzeit von mindestens fünf Jahren mit den jeweiligen Eisenbahnverkehrsunternehmen verhandelt werden. Wie bei der BOB sollen die Kosten für die Nachrüstung zwischen Freistaat und Eisenbahnunternehmen aufgeteilt werden.