Verkehr - :Bayern sperrt Straßen wegen Blockabfertigung

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Verkehr - : Ein Verkehrsschild mit der Aufschrift "Kufstein Staugefahr LKW-Blockabfertigung" steht auf der A8. Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild
Ein Verkehrsschild mit der Aufschrift "Kufstein Staugefahr LKW-Blockabfertigung" steht auf der A8. Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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München (dpa/lby) - Als Reaktion auf die Blockabfertigung in Tirol hat Bayern am Dienstag erneut Straßen abseits der bayerischen Autobahnen für den grenzüberschreitenden Lastwagen-Verkehr gesperrt. Die Abfahrt von den Autobahnen A8 und A93 zur Umgehung des Staus an der deutsch-österreichischen Grenze war verboten.

Bei der Aktion seien knapp 350 Lastwagen kontrolliert worden, davon seien 23 zurückgewiesen worden, berichtete ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Die Fahrer hätten einsichtig reagiert. "Man sieht, es funktioniert."

An Dienstagmorgen bildete sich wegen der blockweisen Abfertigung am Grenzübergang Kufstein ein Lkw-Stau von rund zwölf Kilometer Länge. Ein Pkw-Fahrer übersah das Stauende. Bei dem folgenden Unfall wurde der Fahrer verletzt, Diesel lief aus, die Autobahn Richtung Kufstein musste bis zum Ende von Bergung und Reinigung gegen 11.40 Uhr komplett gesperrt werden.

An Tagen mit Blockabfertigung lässt Tirol Lastwagen am Grenzübergang Kufstein an der Autobahn nur dosiert einreisen. Die Folge sind Staus auf bayerischer Seite - und ein Ausweichverkehr abseits der Autobahn. "Die Blockabfertigung ist eine Zumutung für alle Betroffenen, sowohl für die Verkehrsteilnehmer als auch für die Anwohner", sagte Rosenheims Landrat Otto Lederer (CSU).

Im Juli hatte Bayern erstmals mit Sperrungen für den Lkw-Durchfahrtverkehr reagiert, um Anwohner zu entlasten. Am Dienstag und an weiteren Blockabfertigungstagen vom 10. bis zum 13. Oktober soll so nun erneut verhindert werden, dass Lkw die Staus umfahren könnten. Schilder weisen die Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer darauf hin, dass für Lkw ab 7,5 Tonnen ein Ausweichen auf die Landstraßen bei Blockabfertigung nicht mehr erlaubt ist.

Für die Staatsregierung hat sich das Verfahren bewährt. "Die Zustände im Inntal konnten wir nicht länger hinnehmen", sagte Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU).

© dpa-infocom, dpa:221003-99-992450/4

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