Stillstand im ÖPNVVerdi kündigt neue Warnstreiks im Nahverkehr an

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In den nächsten Tagen dürften bundesweit an vielen Orten die Busse wieder im Depot bleiben.
In den nächsten Tagen dürften bundesweit an vielen Orten die Busse wieder im Depot bleiben. Foto: Robert Michael/dpa

Der Tarifkonflikt im öffentlichen Nahverkehr geht in die nächste Runde. In Bayern werden in den nächsten Tagen vielerorts wieder Busse und Bahnen stillstehen. Und eine Einigung ist nicht in Sicht.

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Die Gewerkschaft Verdi kündigt die nächsten Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr an. Vor allem am Donnerstag sei bayernweit mit Streiks im Nahverkehr zu rechnen, „die leider auch wieder viele Fahrgäste treffen werden“, teilte Verdi mit. Darüber hinaus will Verdi in mehreren Städten auch an weiteren Tagen zum Streik aufrufen.

Einzelheiten standen noch nicht fest. Genauere Informationen soll es rechtzeitig über örtliche Pressemitteilungen geben. Die erneuten Arbeitsniederlegungen sollen in der laufenden Tarifrunde für den bayerischen Nahverkehr den Druck auf die Kommunen erhöhen. Am kommenden Montag (23. März) steht der nächste Verhandlungstermin mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) an, bei den bisherigen drei Gesprächen gab es keine Einigung.

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Die Gewerkschaft Verdi fordert für die etwa 9000 Beschäftigten in mehr als 20 Unternehmen eine Lohnerhöhung um fast 670 Euro sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Die Kommunen weisen das als unbezahlbar zurück. Nach Berechnung der kommunalen Arbeitgeber würde eine Erfüllung der Verdi-Forderungen die Personalkosten im kommunalen Nahverkehr um 25 Prozent in die Höhe treiben. Viele Kommunen sind ohnehin finanziell in schwieriger Lage, auch die Verluste der Städte und Landkreise im öffentlichen Nahverkehr sind in den vergangenen Jahren deutschlandweit stark gestiegen.

Verdi hingegen fordert angesichts der gestiegenen Lebenshaltungskosten deutliche Verbesserungen sowohl beim Gehalt als auch den Arbeitsbedingungen. Ohne relevante Lohnerhöhungen könnten sich die Beschäftigten im ÖPNV das Leben bald nicht mehr leisten, hieß es in der Mitteilung der Gewerkschaft. Der stellvertretende Landesvorsitzende Sinan Öztürk kritisierte: „Allmählich drängt sich der Eindruck auf, dass sie erwarten, die Kolleginnen und Kollegen sollten den ÖPNV in diesem Jahr, im nächsten Jahr und vielleicht noch die nächsten zehn bis 15 Jahre aus eigener Tasche mitfinanzieren.“

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