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Verärgerte Bürger:Erneut Streit um Brenner-Zulaufgleise

Im Streit um neue Zulaufgleise, die durch den Raum Rosenheim und das bayerische Inntal zum Brennerbasistunnel führen sollen, hat eines von mehreren lokalen Foren zur Bürgerbeteiligung seine Arbeit vorerst eingestellt. Das haben zwölf von 18 Mitgliedern im "Gemeindeforum Rosenheim Süd" entschieden, in dem Vertreter aus Riedering, Stephanskirchen, Kolbermoor, Rohrdorf und Rosenheim an der Trassenauswahl mitwirken sollen. Sie wollen erst weiterarbeiten, wenn Bund und Bahn die Notwendigkeit zusätzlicher Gleise belegen.

Die Zweifel an der grundsätzlichen Notwendigkeit des Projektes einen die immer zahlreicheren Bürgerinitiativen, die ansonsten vor allem das eigene Gemeindegebiet vor der Hochgeschwindigkeits- und Güterzugtrasse bewahren wollen. Zuletzt haben auch viele Politiker bei Wahlkampfauftritten in der Region diese Zweifel aufgegriffen. Ministerpräsident Söder und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer haben eine noch intensivere Bürgerbeteiligung und für jeden Neu- oder Ausbau maximalen Lärmschutz nach "Tiroler Standard" versprochen, was eine weitgehend unterirdische oder eingehauste Trasse bedeuten würde.