Urteile - München:Jugendliche angegriffen: Fünf Jahre Haft für 19-Jährigen

Bayern
Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

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München (dpa/lby) - Ein 19-Jähriger ist in München wegen gefährlicher Körperverletzung und Raubes in mehreren Fällen zu einer Jugendstrafe von vier Jahren und elf Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er hat Anfang Januar gemeinsam mit einer Gruppe von bis zu 20 weiteren Personen mehrere Jugendliche im Bereich des Pasinger Bahnhofs überfallen und teilweise ausgeraubt. Das teilte das Oberlandesgericht (OLG) in München am Freitag mit.

Die Gruppe habe ihre potenziellen Opfer am Bahnhof zuerst provoziert und dann angegriffen. Unter den Tätern habe es einen regelrechten Wettbewerb um die brutalste Tatausführung gegeben. Dabei wurden zum Beispiel die bereits am Boden liegenden Opfer getreten. Die Betroffenen hätten sich danach teilweise nicht mehr auf das Bahnhofsgelände getraut.

Die Große Jugendkammer des Landgerichts München I ordnete außerdem die Unterbringung des Angeklagten in einer Entziehungsanstalt an - vor der eigentlichen Haftstrafe. Sollte der 19-Jährige die Therapie dort erfolgreich absolvieren, gebe es für ihn die Möglichkeit, bereits früher wieder aus dem Gefängnis entlassen zu werden, sagte ein Sprecher des OLG. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der 19-Jährige ist bereits mehrfach vorbestraft hat laut Gerichtssprecher bereits eine längere Zeit in Haft verbracht.

© dpa-infocom, dpa:230922-99-296993/3

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