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Campingplätze in Bayern:Von Abenteuer bis Glamping

Schnitzmühle

Der Campingplatz der Schnitzmühle liegt idyllisch am Schwarzen Regen im Bayerischen Wald.

(Foto: Fritz Bielmeier; Schnitzmühle)

Camping ist viel mehr als ein kleiner Stellplatz auf matschigem Boden: Bayernweit können Urlauber den Trend mitmachen - bei teils sehr besonderen Angeboten.

Trekking im Spessart

Wildcamping ist in Deutschland verboten. Wer trotzdem möglichst naturnah und abgeschieden seine Zelte aufschlagen will, kann das auf einem der vier Trekking-Plätzen im Spessart tun. Gedacht sind diese Orte vor allem für Wanderer, die mehrere Tage auf Tour sind und möglichst viel Naturerlebnis suchen. Eher spartanisch sind sie deshalb auch ausgestattet - nur Toilette, Feuerstelle und ein paar Bänke sind vorhanden. Wasser müssen die Wanderer selbst mitbringen. Die Übernachtung ist auf eine Nacht begrenzt, gebucht wird im Voraus online. Um Wildcamping zu verhindern, erhält man die genauen Koordinaten erst nach der Buchung. Auch im Franken- und im Steigerwald gibt es Trekking-Plätze.

Campingplatz Schnitzmühle

Mit Abenteuer- und Wellness-Angebot wirbt der Campingplatz Schnitzmühle. Mitten im Bayerischen Wald liegt das "Hippe Hotel am Fluss", wie der Camping-Platz auf Google Maps heißt und sowohl Hotel als auch Zeltplatz ist. Neben dem klassischen Zeltplatz gibt es auch zweistöckige Zelte mit eingebauter Empore oder Wohnwagen zum Mieten. Auf dem Gelände befindet sich ein Spa und ein kleiner Badesee. Für mehr Abenteuer werden auf den nahegelegenen Flüssen Kanutouren angeboten und auch Survival-Training können Gäste des Platzes dazu buchen.

Campingplatz Monte Kaolino

Mit einem sehr ungewöhnlichen Freizeitangebot kann ein Campingplatz bei Hirschau aufwarten - Ski-Fahren im Sommer und ganz ohne Schnee. Der Platz liegt nämlich direkt am Fuße des Monte Kaolino, einem Berg aus Quarzsand. Und der eignet sich offenbar als Sommer-Abfahrt. Ein Lift befördert Ski-Fahrer, Snowboarder oder Besucher der Aussichtsplattform auf den 150 Meter hohen Berg. Auch einen Klettersteig und eine Sommerrodel-Bahn gibt es neben der Abfahrt, zum Campingplatz gehört ein kleines Freibad. Aktuell ist der Zeltplatz allerdings nur für Familien geöffnet.

Camping Ottobeuren

Der Campingplatz Ottobeuren im Unterallgäu wirbt mit seinem Blick auf die Basilika und die Allgäuer Hügel und geht in diesem Jahr erst in seine zweite Saison. An einem Kneipp-Kurort und einigen Rad- und Wanderwegen gelegen bietet der Platz viel Auswahl an Freizeitaktivitäten. Auch Tagesausflüge nach Oberschwaben oder ins Allgäu sind möglich. Einen barrierefreien Campingplatz zu bauen, war den Betreibern wichtig. Bis auf das Matratzenlager ist das gelungen, der Platz bietet laut Internetseite 200 Quadratmeter rollstuhlgerechtes Camping.

Camping Schwanenplatz am See

Direkt am Ufer des Waginger Sees liegt das Schwanenplatz Camp. Über eine Länge 400 Meter verteilen sich eine Liegewiese, ein Sandstrand, der laut Website an "sonnigen Tagen" auch von einem Bademeister überwacht wird, und eine Sandbank, an der Angler Hecht, Zander und Aal fangen können. Für einen Tagestrip in die Alpen bieten sich Ausflüge in den Chiemgau oder ins Berchtesgadener Land an. Mit dem Auto dauert die Fahrt nur 30 bis 45 Minuten.

Dengler Hof bei Bayreuth

Glamping auf einem Bauernhof - diese ungewöhnliche Kombination gibt es auf dem Dengler Hof in der Nähe von Bayreuth. In sogenannten Luxus-Lodgezelten mit Badezimmer und Küche merkt man vielleicht nicht mehr viel vom klassischen Camping-Gefühl, der kleine Hof mit Pferden und Kühen bietet aber trotzdem ein Naturerlebnis. Besonders für Kinder spannend: Bauer Martin lässt sich bei der Arbeit gerne mal über die Schulter schauen.

© SZ vom 04.08.2020/kau/vewo

SZ-Serie: Urlaub daheim
:Dann halt campen

Weil ihnen der Urlaub im Ausland zu gefährlich ist, zieht es in diesen Wochen viele Feriengäste wieder auf die Campingplätze. Dort umgeben sich sie mit allerlei Komfort, die Zeiten des schmuddeligen Zeltens sind zumindest am Brombachsee vorbei.

Von Katharina Kausche

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