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Unterknöringen:Bankräuber sprengt sich in die Luft

Die Polizei wollte ihn stellen - da öffnete der Tatverdächtige das Ventil einer Gasflasche und zündete das Gasgemisch an. Der Mann soll eine Bank in Unterknöringen überfallen haben.

Ein mutmaßlicher Räuber hat sich nach einem Banküberfall im schwäbischen Unterknöringen (Landkreis Günzburg) in die Luft gesprengt. Wie die Polizei in Augsburg mitteilte, wurde der Mann bei der Explosion lebensgefährlich verletzt, fünf Polizisten erlitten leichte Verletzungen. Als die Beamten den Tatverdächtigen stellen wollten, hatte er das Ventil einer Gasflasche geöffnet und das Gasgemisch entzündet.

Der Mann hatte am frühen Montagnachmittag im Vorraum der Bank in Unterknöringen auf das Ende der Mittagspause gewartet. Als ein Mitarbeiter die Filiale betrat, bedrohte er ihn nach einem kurzen Gerangel mit einer Schusswaffe und forderte Geld. Nachdem der mutmaßliche Täter einen fünfstelligen Betrag erbeutet hatte, fesselte er den 50 Jahre alten Angestellten und flüchtete auf einem Motorroller.

Der am Kopf leicht verletzte Mitarbeiter konnte sich wenig später befreien und die Polizei alarmieren. Bei der Fahndung nach dem Täter fiel der Polizei bei Thannhausen, rund 20 Kilometer vom Tatort entfernt, ein grüner Kleinbus mit stillgelegtem Kennzeichen auf. Der Fahrer des Wagens reagierte nicht auf die Aufforderung der Beamten, anzuhalten.

Eine halbe Stunde später gelang es nach etwa 20 weiteren Kilometern, das Auto auf der Bundesstraße 300 kurz vor Gessertshausen zu stoppen. Dort sprengte sich der mutmaßliche Bankräuber in die Luft. Die Straße wurde wegen der Arbeiten der Spurensicherung vorübergehend gesperrt. Wie sich herausstellte, hatte der Mann den Motorroller in seinem Kleinbus versteckt. Zur Identität des mutmaßlichen Bankräubers konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Auch war unklar, wo die Beute geblieben ist.

© dpa/hai

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