Nachdem eine Zwölfjährige an einem S-Bahnhof in Moosbach (Nürnberger Land) ums Leben gekommen ist, gehen die Ermittler von einem tragischen Unfall aus. Das Unglück hatte sich bereits am 21. Dezember ereignet, am folgenden Tag war die Jugendliche in einem Krankenhaus gestorben.
Wesentliche Umstände des Unglücks in einem Ortsteil der mittelfränkischen Marktgemeinde Feucht seien auch anderthalb Wochen nach dem Unfall nicht geklärt, man habe sich deshalb entschieden, sehr zurückhaltend zu informieren, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken. So sei bislang nicht eindeutig klar, was exakt die tödlichen Verletzungen der Jugendlichen verursacht habe. Offenbar war die Zwölfjährige ins Gleisbett geraten. Wie exakt es dazu gekommen ist, sei Gegenstand laufender Ermittlungen. Ein Fremdverschulden schließen Ermittler zum jetzigen Zeitpunkt allerdings aus.
Von einer rechtsmedizinischen Untersuchung versprechen sich die Ermittler Hinweise darauf, ob womöglich ein Sturz ins Gleisbett ursächlich für die tödlichen Verletzungen der Jugendlichen gewesen ist, eine anfahrende S-Bahn oder andere Umstände. Auch weitere Zeugen sollen noch vernommen werden.
Klar sei aber jetzt bereits, dass der Fall nicht vergleichbar ist mit jenem im Jahr 2019 an der S-Bahnstation „Frankenstadion“ in Nürnberg, sagte der Polizeisprecher. Damals waren zwei 16-Jährige von anderen Jugendlichen vor einen einfahrenden Zug gestoßen worden und dabei tödlich verunglückt. Die Täter waren später zu Jugendstrafen verurteilt worden.


