Unfall im Main-Donau-Kanal Mehr als 30 Schiffe stecken an Schleuse fest

  • Die Schleuse Erlangen am Rhein-Main-Donau-Kanal ist nach einem Unfall gesperrt.
  • Mehr als 30 Schiffe stecken fest und können nicht weiterfahren.
  • Ein Kapitän hatte eine Ampel missachtet und das Schleusentor gerammt.

Nach einem Schiffsunfall bleibt die Schleuse Erlangen am Rhein-Main-Donau-Kanal voraussichtlich noch bis Freitag gesperrt. Das hat erhebliche Auswirkungen auf den Schiffsverkehr: Rund um Erlangen stecken mehr als 30 Schiffe fest und können nicht weiterfahren.

Am Donnerstagabend hatte ein 60-jähriger Kapitän eine rote Ampel missachtet und mit dem Bug seines Gütermotorschiffs das Schleusentor gerammt. Dieses wurde dabei so stark verbogen, dass es nicht mehr funktionsfähig ist und ausgewechselt werden muss. Dem Kapitän und seinem Kahn, der 1500 Tonnen Raps geladen hatte, passierte bei dem Aufprall nach Polizeiangaben nichts. Das 13 Meter breite und 26 Tonnen schwere Schleusentor sollte am Montag von drei Kränen aus dem Kanal gehoben werden. Danach muss ein neues Tor in die Schleuse eingebaut werden. All das wird vermutlich noch mehrere Tage dauern.

Die Durchfahrt zwischen Main und Donau bleibt solange blockiert. Der Schaden an der Schleuse wird auf etwa 200 000 Euro geschätzt, der Ausfall in der Schifffahrt nicht mitgezählt. Der Hafen Nürnberg ist zurzeit nur von Süden aus erreichbar, der in Bamberg nur von Norden. Wegen der Unfallursache ermittelt die Wasserschutzpolizei Nürnberg.