NittendorfAuto schleudert von A 3 auf Bahnlinie – drei Insassen sterben

Lesezeit: 1 Min.

Nach dem Unfall auf der A 3 bei Regensburg wird das havarierte Auto geborgen.
Nach dem Unfall auf der A 3 bei Regensburg wird das havarierte Auto geborgen.
Foto: Armin Weigel/dpa

Bei einem schweren Unfall bei Nittendorf kommen drei Männer ums Leben. Die Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg und die A 3 in Richtung Nürnberg sind längere Zeit gesperrt.

SZ bei Google bevorzugen

Drei Menschen sind bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 3 in der Oberpfalz ums Leben gekommen. Ihr Wagen kam von der Fahrbahn ab und geriet auf Bahngleise, wie die Polizei mitteilte. Zwar kollidierte das Auto dort nicht mit einem Zug. Dennoch erlitten die Beteiligten schwerste Verletzungen, an denen sie trotz aller Bemühungen der Rettungskräfte noch am Unglücksort starben.

Der Unfall bei Nittendorf (Landkreis Regensburg) hatte erhebliche Auswirkungen auf Autofahrer und Bahnreisende. Wegen der Bergungsarbeiten wurden die Bahnstrecke Regensburg-Nürnberg sowie die über den Gleisen querende A 3 in Fahrtrichtung Nürnberg vorübergehend gesperrt. Die Autobahn war vom Nachmittag an wieder freigegeben.

Das völlig zerstörte Fahrzeug liegt neben der Bahnstrecke unter der Autobahnbrücke der A 3.
Das völlig zerstörte Fahrzeug liegt neben der Bahnstrecke unter der Autobahnbrücke der A 3.
Foto: Armin Weigel/dpa

„Es staut sich relativ weit zurück im Berufsverkehr, deshalb leiten wir schon in der Ausfahrt Sinzing raus“, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Die Bergung des völlig demolierten Autos war mit erheblichem Aufwand verbunden. Das Wrack wurde mit einem Kran auf die über den Gleisen führende Autobahnbrücke gehievt.

Nach ersten Erkenntnissen war das Auto gegen 7 Uhr ohne Beteiligung eines weiteren Fahrzeugs nach rechts von der Autobahn abgekommen und über eine Böschung gerutscht. Wie es zu dem Unfall kam und wie es passieren konnte, dass der Wagen auf den Gleisen landete, ließ sich zunächst nicht endgültig klären. Laut Polizei wurde ein unfallanalytischer Gutachter hinzugezogen.

Bei dem Unfall wurde die Oberleitung entlang der Bahnstrecke beschädigt. Ein Zug strandete in Regensburg, weil er stromlos wurde. In dem Zug saßen nach Polizeiangaben etwa 80 Passagiere. Für diese sei auf einem zweiten Gleis ein Ersatzzug bereitgestellt worden, in den sie umsteigen konnten. Der evakuierte Zug wurde abgeschleppt, sagte ein Sprecher des Bahnunternehmens Agilis.

© SZ/DPA - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Hitzesommer
:Dürre in Bayern nimmt katastrophale Ausmaße an

Landwirte beklagen hohe Ernteausfälle, selbst das Viehfutter wird inzwischen knapp. Das weckt Erinnerungen an das historische Dürrejahr 1976. Eine Wende könnte nur Dauerregen bringen. Stattdessen sinken die Wasserpegel.

SZ PlusVon Sebastian Beck, Luisa Brünger und Christian Sebald

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: