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Umweltverschmutzung:1000 Liter Heizöl in Fluss gelaufen

Ölunfall Grafrath

Damit das Öl nicht in die Amper läuft, hat die Feuerwehr Sperren in den Bach eingesetzt.

(Foto: Günther Reger)
  • Ein Tankwagenfahrer hat in Grafrath schätzungsweise 1000 Liter Heizöl in einen Bach gepumpt, statt in den Erdtank eines Lebensmittelmarktes.
  • Der Fahrer des Lkw hatte vermutlich den Einfüllstutzen nicht richtig angeschlossen.
  • Der Bach wurde dadurch massiv verunreinig, der Schaden geht in die Millionenhöhe.

Heizöl lief bei Betankung aus

Der Fahrer eines Mineralölhandels wollte am Donnerstag gegen 13 Uhr einen Verbrauchermarkt in Grafrath im Landkreis Fürstenfeldbruck mit Heizöl beliefern. Dabei unterlief ihm offenbar ein Fehler, der jetzt Folgen haben könnte.

Bei der Betankung wurde der Füllstutzen vermutlich nicht fachgerecht aufgesetzt. Dadurch gelangte Heizöl in das Erdreich und anschließend in den Jahrholzbach. Eigentlich sollte es in den Erdtank des Lebensmittelmarkts laufen.

Nach ersten Schätzungen gelangten so 1000 Liter Heizöl in den Bach - er wurde dadurch massiv verschmutzt. Nach Polizeiangaben entstand ein finanzieller Schaden von 500 000 Euro bis zu einer Million Euro.

Polizei und Landratsamt ermitteln

Erst am Nachmittag entdeckte ein Anwohner das Öl in dem Bach. Die Feuerwehr und die zuständigen Behörden erfuhren so erst relativ spät von dem Vorfall.

Die Feuerwehr setzte mehrere Ölsperren in den Bach, um zu verhindern, dass sich das Öl weiter ausbreitet und in die Amper läuft. Ob diese Sperren geholfen haben und wie stark der Jahrholzbach verschmutzt wurde, sollte heute bei einer Begehung festgestellt werden.

Vermutlich müssen größere Mengen kontaminiertes Erdreich abgetragen werden.

Nach Polizeiangaben steht noch nicht fest, wie hoch der Schaden ist. Die Polizeiinspektion Fürstenfeldbruck ermittelt nun wegen eines Umweltdeliktes. Das Landratsamt Fürstenfeldbruck ist in die Ermittlungen eingebunden.

© SZ.de/ahem

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