Umstrittener Gesetzentwurf:Bayern will psychisch Kranke wie Straftäter behandeln

Lesezeit: 2 min

Geschlossene Psychiatrie in Haar: Bayern plant ein umstrittenes Psychisch-Kranken-Gesetz

In der forensischen Psychiatrie (hier in Haar bei München) werden Menschen behandelt, die aufgrund einer psychiatrischen Störung straffällig geworden sind.

(Foto: Claus Schunk)

Depressive Menschen sollen in Bayern künftig registriert werden - und behandelt, als wären sie Straftäter. Das ist kein Hilfe-, sondern ein Polizeigesetz.

Kommentar von Heribert Prantl

Bayern plant nicht nur das umstrittene, superscharfe neue Polizeigesetz, um massiv gegen echte und angebliche Gefährder vorzugehen. Bayern plant auch eine Art Polizeirecht gegen psychisch kranke Menschen. Der Entwurf für ein "Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz" führt zur Mollathisierung des Rechts: Depressive Menschen sollen künftig nach Regeln, die bisher nur für Straftäter galten, in Krankenhäusern festgesetzt werden können - ohne dass (wie bei Gustl Mollath) eine Straftat vorliegt. So steht es im Gesetzentwurf, der vom Kabinett Söder verabschiedet worden ist.

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