Umweltpolitik:Streit ums Münchner Trinkwasser

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Umweltpolitik: Im Wasserschloss in Reisach fördern die Münchner Stadtwerke Trinkwasser für eineinhalb Millionen Menschen.

Im Wasserschloss in Reisach fördern die Münchner Stadtwerke Trinkwasser für eineinhalb Millionen Menschen.

(Foto: Florian Peljak)

Der Zwist um die Vergrößerung des Wasserschutzgebiets im Mangfalltal nimmt kein Ende. Längst geht es um Grundsätzliches für den gesamten Freistaat - in dem an vielen Stellen bereits die Nitrat-Grenzwerte für Trinkwasser gerissen werden.

Von Matthias Köpf und Christian Sebald, Miesbach

Alois Fuchs ist keiner, der sich nach vorne drängt, aber dort steht ja sowieso schon sein Anwalt. Fuchs selber hält sich lieber im Hintergrund, nur dabeistehen muss er halt doch immer, wenn wieder was ist. Denn gar so viele sind sie ja nicht, die der Streit direkt betrifft. In München schon, da trinken eineinhalb Millionen Leute das Wasser, das zum Großteil im Landkreis Miesbach gewonnen wird. Aber dort im Mangfalltal trifft es nur drei Betriebe, und einer davon ist der Hof von Alois Fuchs. Er ist Biobauer, wie alle rundum, denn die Münchner Stadtwerke legen den Landwirten in der Gegend schon lang was drauf, wenn sie grundwasserschonend wirtschaften. Aber als Biobauer wird Fuchs bald einen Laufstall brauchen, der Bauantrag liegt seit Jahren im Landratsamt. Viel zu lang, findet Fuchs, aber das Verfahren, mit dem Stadtwerke und Behörden in München das Wasserschutzgebiet (WSG) im Mangfalltal vergrößern wollen, hat Vorrang und nimmt einfach kein Ende. Erst neulich haben die drei Landwirte und ihre Verbündeten ihrerseits für eine weitere Verzögerung gesorgt. Und wieder wartet man in ganz Bayern, was in Miesbach passiert.

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