Traunstein Lebenslang gefordert nach Schießerei in Lokal

Im Traunsteiner Mordprozess gegen einen 63-Jährigen, der im vergangenen September in einem Lokal in Traunreut zwei 31 Jahre alte Männer erschossen sowie die Wirtin und ihre Helferin schwer verletzt haben soll, fordern Staatsanwaltschaft und Nebenkläger lebenslangen Freiheitsentzug in einer psychiatrischen Klinik. Die Verteidigung sieht in der Tat dagegen nur einen Totschlag. Der Angeklagte selbst äußerte sich nicht im Detail zu dem Vorwurf, er sei nach einem Besuch des Lokals später noch einmal mit seinem Gewehr zurückgekommen und habe dort ein regelrechtes Blutbad angerichtet. Er könne sich nicht erinnern und verstehe nicht, was passiert sei. Ein Gutachter hat ihm eine Hirnschädigung wegen einer Zuckerkrankheit, ein Alkoholproblem und eine verminderte Schuldfähigkeit bescheinigt. Das Urteil soll am Montag fallen.