Ausstellung in Nürnberg:Das Imageproblem der Totengräber

Ausstellung in Nürnberg: Ein Stich von J.C. Claußner aus dem Jahr 1801 zeigt den Wöhrder Friedhof mit Kapelle und Totengräberhaus, davor die Gebäude der ehemaligen Beschussstätte mit dem Brunnen, rechts den Garten des Totengräbers mit der Hecke.

Ein Stich von J.C. Claußner aus dem Jahr 1801 zeigt den Wöhrder Friedhof mit Kapelle und Totengräberhaus, davor die Gebäude der ehemaligen Beschussstätte mit dem Brunnen, rechts den Garten des Totengräbers mit der Hecke.

(Foto: Stadtarchiv Nürnberg)

In der Umgangssprache ist ein Totengräber, wer Missstände zu verantworten hat. Aber woher kommt dieser schlechte Ruf der Profession? Eine Ausstellung schafft Aufklärung.

Von Max Weinhold, Nürnberg

Wer bei Google das Wort Totengräber eintippt, der erfährt sogleich, wer angeblich alles ein solcher sei: "Lauterbach ist Totengräber des Gesundheitswesens" steht da zum Beispiel, was freilich bildlich gesprochen ist. Ein Grab so voluminös wie das in seiner Größe ohnehin schwer zu messende Gesundheitswesen wird der zuständige Bundesminister mit Vornamen Karl nämlich kaum schaufeln können. Unmissverständlich wird aber: Der Totengräber hat einen schlechten Ruf. Zu Recht?

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