Bei ManchingZwei junge Männer sterben bei Unfall an unbeschranktem Bahnübergang

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Rettungskräfte stehen an der Unglücksstelle bei Manching. Für die zwei Männer im Auto konnten sie nichts mehr tun.
Rettungskräfte stehen an der Unglücksstelle bei Manching. Für die zwei Männer im Auto konnten sie nichts mehr tun. (Foto: Schmelzer/vifogra/dpa)

Ein 23-Jähriger und sein 22 Jahre alter Beifahrer aus dem Landkreis Pfaffenhofen stoßen am späten Samstagabend bei Manching mit einer Regionalbahn zusammen. Der Fahrer hatte wohl das Blinklicht ignoriert.

Zwei junge Männer sind an einem Bahnübergang bei Manching im Landkreis Pfaffenhofen beim Zusammenprall ihres Autos mit einem Zug gestorben. Der Polizei zufolge war ein 23-jähriger Autofahrer am späten Samstagabend zusammen mit seinem 22 Jahre alten Beifahrer auf der Verbindungsstraße von Manching/Westenhausen in Richtung Lindach unterwegs. Obwohl der unbeschrankte Bahnübergang rotes Blinklicht zeigte und ein Zug in vollem Tempo herannahte, fuhr der 23-Jährige laut den Angaben der Polizei weiter.

Das Auto stieß mit dem Zug zusammen. Die von Ingolstadt kommende Regionalbahn fuhr demnach trotz sofort eingeleiteter Notbremsung frontal in die rechte Seite des Autos. Die beiden Insassen des Fahrzeugs starben laut Polizei vermutlich direkt beim Zusammenprall mit dem Zug.

Der Wagen wurde durch die Wucht des Aufpralls etwa 25 Meter weit in die angrenzende Böschung geschleudert. Die Wrackteile des Fahrzeugs seien weit über 100 Meter verstreut worden. Der Zug kam nach etwa 600 Metern zum Stillstand. Die 15 Passagiere und die Zugbegleiterin blieben unverletzt. Der 50-jährige Lokführer erlitt einen schweren Schock und musste ärztlich behandelt werden.

Die Aufräumarbeiten dauern bis zum frühen Sonntagmorgen

Neben der Bundespolizei waren von der DB ein Notfallmanager und ein Nottechniker vor Ort. Die Feuerwehren aus Manching und Westenhausen unterstützten vor allem bei der Bergung der Personen aus dem komplett zerstörten Fahrzeug, sowie bei der Räumung der Unfallstelle. Durch den Einsatzleiter der Polizei wurde noch vor Ort die Staatsanwaltschaft Ingolstadt verständigt, die unter anderem die Sicherstellung des Fahrzeugs anordnete.

Sämtliche Passagiere wurden von der Feuerwehr und dem DB-Personal zum nächsten Bahnhof nach Ernsgaden begleitet, wo es dann mit einem Schienenersatzverkehr weiterging. Um kurz nach 5 Uhr am Sonntagmorgen war die aufwendige Bergung des Fahrzeugs beendet und die Unfallstelle vollständig geräumt. Auch der Bahnverkehr konnte wieder freigegeben werden, nachdem bei einer Überprüfung vor Ort an den Schienen kein Schaden festgestellt werden konnte. Der bei dem Unfall entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen insgesamt auf fast 300 000 Euro.

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