Aufwendige Rettungsaktion in TirolFrau aus Bayern stürzt rund 300 Meter in die Tiefe

Polizei und Rettungskräfte aus Tirol waren im Einsatz.
Polizei und Rettungskräfte aus Tirol waren im Einsatz. (Foto: Matthias Röder/dpa)

Die 57-Jährige ist mit einem Arbeitskollegen am Großvenediger bei Prägraten unterwegs. Als sie auch längere Zeit nach ihm nicht in einer Berghütte ankommt, ruft der Wirt die Rettungskräfte. Die Suche im unwegsamen Gelände ist schwierig.

Eine Frau aus dem Landkreis Würzburg ist bei einer Bergwanderung in Tirol abgestürzt und dabei schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war die 57-Jährige am Dienstag zusammen mit einem Arbeitskollegen am Großvenediger bei Prägraten unterwegs.

Den Angaben nach war der Mann vorausgegangen und ohne die Frau an einer Berghütte angekommen. Als die 57-Jährige auch eine halbe Stunde später nicht dort eingetroffen war, sagte er dem Hüttenwirt Bescheid, der die Rettungskräfte verständigte. Der Mann machte sich in der Zwischenzeit auf eigene Faust auf die Suche. Dabei hörte er mehrere Hundert Meter unterhalb des Steigs die Stimme der 57-Jährigen.

Weil aufgrund der Witterung zunächst kein Hubschrauber direkt zu der Verunglückten fliegen konnte, stiegen vier Kräfte der Bergrettung zu der schwer verletzten Frau ab. Später halfen weitere Rettungskräfte, die Frau unter anderem mithilfe einer Trage und eines Seils nach oben zu ziehen. Auch eine Drohne war im Einsatz, um die Unfallstelle bei einsetzender Dunkelheit auszuleuchten.

Die Rettungskräfte trugen die Frau mehrere Hundert Meter zu einem Rettungshubschrauber, der schließlich im Gelände einen Landeplatz gefunden hatte. Mithilfe von Nachtsichtbrillen brachte die Hubschrauberbesatzung die Frau zu einem Zwischenlandeplatz in Prägraten. Von dort wurde sie in ein Krankenhaus geflogen.

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