TheaterStadt Nürnberg will keinen dauerhaften Umzug der Staatsoper

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Julia Lehner (CSU), Zweite Bürgermeisterin von Nürnberg.
Julia Lehner (CSU), Zweite Bürgermeisterin von Nürnberg. (Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild)

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Nürnberg (dpa) - Die Stadt Nürnberg lehnt einen dauerhaften Umzug der Staatsoper auf das ehemalige Reichsparteitagsgelände ab. Eine Rückkehr an den angestammten Ort in der Stadtmitte stehe nach einem entsprechenden Stadtratsbeschluss außer Frage, teilte Kulturbürgermeisterin Julia Lehner (CSU) am Montag mit. Der Standort besitze nicht nur Tradition, sondern garantiere auch die Nähe aller vier Sparten des Staatstheaters zueinander. Zunächst hatten „Nürnberger Zeitung“ und „Nürnberger Nachrichten“ über die Ablehnung der Stadt berichtet.

Auch Operndirektor und Staatsintendant Jens-Daniel Herzog steht einem dauerhaften Umzug kritisch gegenüber. „Was wir an Neuem im „Labor Kongresshalle“ erproben, wollen wir später mit zurück ins Herz von Nürnberg nehmen.“ Ein dauerhaftes neues Opernhaus sei in der Kongresshalle nicht vorgesehen. „In diesem Fall müsste komplett neu und anders geplant und gedacht werden“, sagte Herzog am Montag.

Zuvor hatte Kulturstaatsministerin Claudia Roth für einen dauerhaften Umzug der Nürnberger Staatsoper in den Innenhof der einst von den Nazis errichteten Kongresshalle plädiert. „Wenn es die Oper wirklich schafft, diesen Wahnsinns-Ort am Reichsparteitagsgelände erfolgreich zu bespielen, dann ist das ziemlich einzigartig“, sagte die Grünen-Politikerin den Zeitungen. „Warum sollte man dann zurück ins alte Domizil? Wenn das funktioniert, ist das ein Sieg der demokratischen Kultur. Das wäre ein starkes Signal weltweit.“

Kulturbürgermeisterin Lehner fügte hinzu, in dem nicht fertiggestellten und nicht im Sinne der Nationalsozialisten genutzten Torso der Kongresshalle würden künftig die freien künstlerischen Szenen und das Staatstheater zusammenwirken. „Hier wird auch nach einer Nutzung durch das Staatstheater ein kulturelles Herz der Stadt pulsieren.“

Während der Sanierung des historischen Opernhauses in der Innenstadt sollen Oper und Ballett des Nürnberger Staatstheaters zur Kongresshalle ziehen. Der hufeneisenförmige Monumentalbau auf dem früheren Reichsparteitagsgelände ist eine der größten baulichen Hinterlassenschaften der Nazis und wurde wegen des Kriegsbeginns nie fertiggestellt.

© dpa-infocom, dpa:230731-99-630866/2

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