Maskenprozess:"Es kam genau auf diesen Namen an"

Maskenprozess: "Tandler war nicht irgendjemand in Deutschland", sagte die Richterin am Freitag bei der Urteilsverkündung. Nur durch ihren bekannten Namen hätten sich Türen zu Ministerien geöffnet.

"Tandler war nicht irgendjemand in Deutschland", sagte die Richterin am Freitag bei der Urteilsverkündung. Nur durch ihren bekannten Namen hätten sich Türen zu Ministerien geöffnet.

(Foto: Lennart Preiss/dpa)

Andrea Tandler wird wegen millionenschwerer Steuerhinterziehung zu vier Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt. Ihre prominente Herkunft machte sie zur Multimillionärin - was sie auch nach dem Prozess bleiben wird.

Von Annette Ramelsberger

Am Ende humpelt sie hinaus, mit schwerem Schritt, gezeichnet von ihrer Krankheit, aber auch von dem Prozess, der ihr vor dem Landgericht München gemacht wurde. Andrea Tandler, 40, Unternehmerin, Tochter des früheren bayerischen Finanzministers Gerold Tandler, nun: verurteilte Steuerhinterzieherin. Gerade hat das Gericht sie zu vier Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt wegen schwerer Steuerhinterziehung - ein Urteil das eindeutig ist, aber weit von der Höchststrafe von zehn Jahren entfernt.

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Dass sie Millionen mit der Pandemie verdiente, reichte Andrea Tandler nicht. Sie wollte auch noch den Staat prellen. Nur deshalb konnte man sie anklagen. Und es wirkt so, als stehe da jemand auch für all die anderen Corona-Profiteure vor Gericht.

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