Streit um BLM-Präsidenten Spitzenkandidatin unter Druck

Verwaltungsratschef Manfred Nüssel sagte der SZ, der neue Präsident müsse sich mit weniger Geld begnügen: "Wir gehen davon aus, dass der Nachfolger nicht zu einem Gehalt in dieser Größenordnung einsteigt." Auch werde man vor der Wahl wissen, wie viel Geld die BLM dem neuen Präsidenten bezahle.

Die Bezüge des aktuellen BLM-Präsidenten Wolf-Dieter Ring sollen nicht  als Maßstab für die Konditionen seines Nachfolgers gelten.

(Foto: dpa)

Unterdessen spitzt sich der Streit um die beiden Kandidaten Schneider und Goderbauer-Marchner zu. Dabei gerät die Medienprofessorin weiter unter Druck. Die Vorsitzende der CSU im Landshuter Stadtrat hatte sich nach Schneiders offizieller Benennung als CSU-Kandidat von der Landtagsopposition ins Rennen schicken lassen - ohne sich vorab mit ihrer Partei abzustimmen. Ihre Landshuter Parteifreunde nehmen Goderbauer-Marchner das sehr übel.

Goderbauer-Marchner ohne Mehrheit der Fraktion

In der Stadtratsfraktion kam es deshalb am Montag zu einer zweistündigen, sehr heftigen Aussprache. Teilnehmern zufolge wurde deutlich, dass die Politikerin nicht mehr die Mehrheit der Fraktion hinter sich hat. Offenbar soll sie bei der Neuwahl der Fraktionsspitze im Frühjahr aus ihrem Amt gedrängt werden.

Goderbauer-Marchner sagte, sie halte an ihrer Kandidatur für den BLM-Posten fest. Das Treffen der Stadtratsfraktion sei ein "offenes Gespräch gewesen, in dem jeder sagen konnte, was er denkt".

CSU-Chef Horst Seehofer will in den Streit in der Landshuter CSU nicht eingreifen. "Die machen das sicher richtig", sagte Seehofer am Rande der Fraktionsklausur der Landtags-CSU in Wildbad Kreuth. Im Übrigen halte er die parteiinterne Konkurrenz um den Spitzenposten nicht für ein Problem. "Das ist ein Problem der FDP, nicht der CSU."

In der CSU nehmen sie es den Liberalen höchst übel, dass sie gemeinsam mit der Opposition Goderbauer-Marchner als Kandidatin präsentiert hatten.Tobias Thalhammer, Medienrat der Landtags-FDP, übte derweil scharfe Kritik am Umgang der CSU mit der Kandidatin Goderbauer-Marchner. Thalhammer sagte: "Hier scheint es der CSU nicht um Sachpolitik zu gehen, sondern um Machtpolitik."