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Straubing:"Grenzzaun-Halbe" wird nicht mehr verkauft

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Eine Zutat zu viel - Kommentar von Sebastian Beck

Der Straubinger Röhrlbräu hat den Verkauf der umstrittenen "Grenzzaun-Halbe" mit sofortiger Wirkung gestoppt. Brauerei-Chef Frank Sillner reagierte damit auf die Kritik der vergangenen Tage. "Mit unserem Bier haben wir Gefühle verletzt, dies war nicht unsere Absicht", heißt es in einer Pressemitteilung. Darin beklagt die Brauerei allerdings auch die "absurden Unterstellungen" von "anonymen Hetzern im Internet", welche die Brauerei "in die rechte Ecke" gestellt hätten. Für die Kritik an ihrem Produkt hatte die Brauerei gleich mehrere Gründe geliefert: Unter anderem die altdeutsche Frakturschrift auf dem Flaschenetikett samt Doppel-Z, das an die SS-Rune erinnerte; dazu der durch die Reichspogromnacht historisch belastete 9. November als Mindesthaltbarkeitsdatum und obendrein der Verkaufspreis von 88 Cent, einer Zahl, die unter Neonazis als Code für den Hitlergruß gilt. Aus Empörung darüber hatte das Studentenwerk für Niederbayern und die Oberpfalz erklärt, den Exklusivvertrag mit dem Röhrlbräu nicht mehr zu verlängern. Außerdem hatten die Straubinger Jusos gefordert, die Schankerlaubnis der Brauerei für das örtliche Gäubodenfest infrage zu stellen.

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