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Stefan Körner:Bayerischer Piratenchef hört auf

"Sollen mal andere ran": Nach den verlorenen Wahlen in Bund und Land gibt der bayerische Piratenchef Stefan Körner sein Amt auf. Mit Frust habe sein Schritt aber nichts zu tun.

Von Frank Müller

Nach den verlorenen Wahlen in Bund und Land gibt der bayerische Piratenchef Stefan Körner sein Amt auf. "Drei Jahre in dem Amt sind genug", teilte Körner über sein Lieblingsmedium Twitter mit. "Sollen mal andere ran."

Der 44-jährige Oberpfälzer war im Jahr 2009 in die Partei eingetreten und ein Jahr später Landeschef geworden. Bei der Landtagswahl Mitte September waren die Piraten mit zwei Prozent unter ihren Erwartungen geblieben. Mit Frust habe sein Schritt aber nichts zu tun, sagte Körner, er habe die Befristung von Anfang an geplant und wolle in der Partei aktiv bleiben.

Körner hatte sich während seiner Amtszeit für ein professionelles Auftreten der Piratenpartei engagiert und häufig an Parteifreunde appelliert, kein zerstrittenes Bild abzugeben. Seinen Nachfolger wählt ein Parteitag Ende Oktober in Sonthofen.

© SZ vom 12.10.2013
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