StatistikBayern wächst durch Zuwanderung, Geburtenrate geht zurück

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Figuren von Menschen in verschiedenem Alter sind auf Fensterscheiben aufgeklebt.
Figuren von Menschen in verschiedenem Alter sind auf Fensterscheiben aufgeklebt. (Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa)

Die Zahl der Menschen in Bayern wächst stetig. Der Zugewinn geht auf das Konto von Zuwanderern. Die Zahl der Geburten sinkt im zweiten Jahr in Folge.

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Fürth (dpa/lby) - Die Bevölkerung im Freistaat Bayern wird dank Zuwanderung aus dem Ausland immer größer. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der in Bayern lebenden Menschen um 192.400 auf 13,37 Millionen gewachsen. Das sind fast 850.000 mehr als noch zehn Jahre zuvor, gab Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch bei der Vorstellung des Statistischen Jahrbuchs 2023 in Fürth bekannt. Trotz eines erneuten Geburtenrückganges wuchs die Zahl in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres sogar noch weiter auf 13,42 Millionen Menschen.

Während die Binnenwanderung aus anderen Teilen der Bundesrepublik kaum ins Gewicht falle, spielten die Flüchtlinge aus der Ukraine weiterhin die größte Rolle bei der Zuwanderung. Allein in den ersten neun Monaten 2023 seien 12.200 Menschen aus der Ukraine mehr zugewandert als wieder weggezogen. Syrien (7600) und die Türkei (7300) kämen als Länder dahinter. Im vergangenen Jahr seien 63 Prozent des bayerischen Wanderungsgewinnes auf das Konto der Ukraine gegangen.

Bei den Geburtenzahlen ist 2022 wieder ein Rückgang zu verzeichnen, nachdem die Zahl der Babys in den Jahren 2011 bis 2021 stetig nach oben gegangen war. 2022 wurden 124.900 Kinder im Freistaat geboren, nach 134.321 im Jahr 2021. Das Jahr 2023 werde erneut einen Geburtenrückgang bringen. Die Gründe dafür seien vielfältig, sagte der Präsident des Statistischen Landesamtes, Thomas Gößl. Sie reichen von möglichen Vorzieheffekten von Schwangerschaften in den Corona-Jahren bis hin zu Betreuungsproblemen.

Im Statistischen Jahrbuch finden sich auf 750 Seiten 177.000 Daten zu allen möglichen Lebensbereichen in Bayern. Herrmann strich am Mittwoch die stark steigende Nutzung von Elektroautos heraus. Von Januar bis September 2023 seinen 448.437 Pkw in Bayern neu zugelassen worden, fast die Hälfte davon waren mit 211.61 Fahrzeuge mit alternativen Antrieben. Die rein elektrisch betriebenen Fahrzeuge hätten mit einem Plus von 38,3 Prozent auf 75.591 den größten Zuwachs verzeichnet. Dies bedeute aber auch eine Herausforderung für staatliche Stellen, die Ladeinfrastruktur zu verbessern, sagte Herrmann.

© dpa-infocom, dpa:231220-99-364203/3

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