Süddeutsche Zeitung

Regensburg:Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen im Fall Maria Baumer ein

  • Der Tod an der 2012 verschwundenen damaligen Landesvorsitzenden der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Maria Baumer bleibt womöglich für immer ungeklärt.
  • Das Verfahren gegen ihren damaligen Verlobten wurde eingestellt.

Die Todesumstände von Maria Baumer, der früheren Landesvorsitzenden der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB), bleiben womöglich für immer ungeklärt. Wie die Staatsanwaltschaft Regensburg am Mittwoch mitteilte, wurden die Ermittlungen eingestellt. Auch habe sich der Verdacht nicht erhärten lassen, Baumers damaliger Verlobter habe sie getötet. Daher sei das Verfahren gegen den Mann ebenfalls eingestellt worden.

"Diesen Tatverdacht konnten die sehr aufwendig und akribisch geführten Ermittlungen nicht erhärten", so die Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Die 26-jährige Oberpfälzerin war im Mai 2012 verschwunden. Kurz zuvor war sie in das Amt bei der KLJB gewählt worden, die mit mehr als 25 000 Mitgliedern einer der größten Jugendverbände im Freistaat ist. Ihr Verlobter wurde damals als dringend tatverdächtig verhaftet, nach einigen Wochen mangels Beweisen jedoch freigelassen. Im September des Folgejahrs fand ein Pilzsammler die sterblichen Überreste der Geoökologin in einem Waldstück im Landkreis Regensburg.

Auch über die Fernsehsendung "Aktenzeichen XY" hatten die Angehörigen nach ihr suchen lassen. Bis heute stehe nicht mit ausreichender Sicherheit fest, wann, auf welche Weise und wo Maria Baumer gestorben sei, so die Staatsanwaltschaft. Anhand der vorliegenden Beweise könne mehr als fünfeinhalb Jahre nach dem mysteriösen Tod "weder ein hinreichend bestimmtes Tatgeschehen nachgewiesen noch eine Tatbegehung durch einen Dritten ausgeschlossen werden".

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SZ vom 01.02.2018 / KNA, ojo/libo
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