GrafenrheinfeldStörung von Kühlturm-Sprengung könnte teuer werden

Die Sprengung der beiden Kühltürme des stillgelegten Kernkraftwerks hatte sich am vergangenen Freitag wegen einer Störaktion verzögert.
Die Sprengung der beiden Kühltürme des stillgelegten Kernkraftwerks hatte sich am vergangenen Freitag wegen einer Störaktion verzögert.
Harry Koerber/Imago

Die Polizei und der Betreiber des ehemaligen Atomkraftwerks Grafenrheinfeld prüfen Geldforderungen gegen einen 36-Jährigen. Der Mann war kurz vor der Sprengung in die Sperrzone vorgedrungen.

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Nach der Störaktion eines Mannes vor der Sprengung der Kühltürme des stillgelegten Atomkraftwerks Grafenrheinfeld prüft der Kraftwerksbetreiber Schadenersatzansprüche. „Zur Höhe der Mehrkosten können wir derzeit keine Angaben machen, deren Ermittlung läuft erst an“, teilte eine Sprecherin von Preussen-Elektra in Hannover mit. Die Polizei prüft ebenfalls, ob sie dem Mann die Kosten für den Einsatz von Rettungskräften, darunter eigens angeforderte Höhenretter, in Rechnung stellen kann, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Der 36-Jährige war kurz vor der für vergangenen Freitagabend geplanten Sprengung der markanten Kühltürme nahe Schweinfurt auf einen Strommast im Absperrbereich geklettert. Dadurch verzögerte sich die Sprengung um etwa eineinhalb Stunden. Die Polizei ermittelt seither gegen den Mann wegen möglicher Nötigung und Hausfriedensbruchs sowie wegen eines Verstoßes gegen eine geltende Allgemeinverfügung des Landratsamtes Schweinfurt.

Der 36-Jährige, wahrscheinlich ein Atomkraftbefürworter, war nach seiner Aktion zeitweise in Gewahrsam genommen worden. In der Allgemeinverfügung des Landratsamtes vom 13. August geht es um den Absperrbereich in der Zeit vor und nach der Sprengung. Darin heißt es unter anderem: „Zuwiderhandlungen gegen das Betretungsverbot können mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 1.000,00 EUR belegt werden.“

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Sprengung in Grafenrheinfeld
:Drei, zwei, eins … Da sitzt jemand auf dem Strommast

Eigentlich sollten die Kühltürme des früheren Atomkraftwerks Grafenrheinfeld in Bayern am Freitag, Punkt 18.30 Uhr, in sich zusammenfallen. Es klappt erst 85 Minuten später. Eine Reportage über den emotionalen Abschied von den „Zwillingen“.

SZ PlusVon Max Weinhold

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