Wirtschaft:Sparkassenfusion im Allgäu steht kurz bevor

Im Allgäu steht im kommenden Jahr eine Sparkassenfusion an. Die Verhandlungen der Sparkasse Allgäu in Kempten mit dem kleineren Schwesterinstitut in Kaufbeuren stehen kurz vor dem Abschluss, wie der Bayerische Sparkassenverband am Donnerstag in München mitteilte.

"Diese Initiative ist sehr zu begrüßen", erklärte Sparkassenpräsident Ulrich Reuter. "Der gemeinsame Wirtschaftsraum wird mit Sicherheit davon profitieren." Die zwei Städte und die Sparkassengremien sollen die Fusion im kommenden Jahr rückwirkend zum 1. Januar beschließen. Die beiden Kommunalbanken hatten ihre Gespräche erst vor zwei Wochen publik gemacht, Spekulationen gab es schon zuvor.

In der vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband veröffentlichten Rangliste der bundesweit 370 Sparkassen lag die Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren 2021 mit einer Bilanzsumme von 1,85 Milliarden Euro und 280 Mitarbeitern auf Rang 249. Die größere Sparkasse Allgäu meldete mit ihren 830 Angestellten eine Bilanzsumme von 5,2 Milliarden und belegte damit Platz 82. Beide Häuser zusammen kämen auf mehr als sieben Milliarden Euro und würden damit in der deutschlandweiten Rangliste in etwa auf Rang fünfzig vorrücken, in Bayern zu den ersten zehn gehören. Fusionsbedingte Kündigungen soll es nicht geben.

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