bedeckt München 21°

Spätsommer:Wespen sind jetzt heiß auf Süßes

Sie wirken penetrant und aggressiv - und manch einer wird es nicht glauben, aber: Eine Wespen-Plage gibt es nach Angaben von Umweltschützern in diesem Jahr nicht. "Es ist ein durchschnittliches Wespenjahr", sagte Stefanie Bernhardt, Pressereferentin vom Landesbund für Vogelschutz (LBV). Zwar gibt es keine aktuellen Zahlen über den Bestand, aber Wespennester würden sich durch die Trockenheit und Hitze schneller entwickeln.

Egal ob beim Eis essen oder Grillen - Wespen sind im Anflug. Das liegt daran, weil im Spätsommer Brut und Larven versorgt sind. Für deren Aufzucht, die bis Ende Juli dauert, brauchen die Tiere nur Eiweiß - erst danach stürzen sie sich auf Süßes. Besonders bei Gewitter oder zum Ende der Flugzeit seien sie aufdringlich. "Dann geht man ihnen am besten aus dem Weg", rät Bernhardt. Ansonsten sei eine wirksame Methode, die Wespe mit zerstäubtem Wasser zu besprühen, um das Insekt zu vertreiben. Hektische oder panische Bewegungen sollten in Wespen-Nähe vermieden werden. Auch Wegpusten sei keine Lösung. "Das Kohlendioxid in der Atemluft ist ein Alarmsignal für die Tiere und versetzt sie in Angriffsstimmung", sagt Bernhardt. Vermeintlich hilfreiche Tipps wie Kupfermünzen auf dem Tisch sind dem LBV zufolge nutzlos.

© SZ vom 13.08.2020 / dpa

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite