Sonntagsfrage in BayernSchwächelnde Freie Wähler: Regierungskoalition büßt leicht ein

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Das Interesse an der Kommunalwahl liegt den Meinungsforschern zufolge im Normalbereich.
Das Interesse an der Kommunalwahl liegt den Meinungsforschern zufolge im Normalbereich. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)
  • CSU und Freie Wähler würden bei einer Landtagswahl mit 51 Prozent weiter regieren können, aber schwächer als 2023.
  • Die AfD wäre mit 19 Prozent zweitstärkste Kraft, während Grüne und SPD deutlich verlieren würden.
  • Ministerpräsident Söder büßt an Popularität ein - nur noch 47 Prozent halten ihn für einen guten Ministerpräsidenten.
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Zwar hätten CSU und Freie Wähler weiter eine Mehrheit in Bayern. Wenn jetzt Wahlen wären, würden sie zusammen aber nicht mehr so viele Stimmen holen wie bei der Landtagswahl 2023. Auch Markus Söder büßt an Popularität ein.

Wenn am Sonntag Landtagswahl wäre, könnten CSU und Freie Wähler einer repräsentativen Umfrage zufolge weiter miteinander regieren. Die Christsozialen kämen auf 39 Prozent, die Freien Wähler auf zwölf Prozent der Stimmen, wie eine Erhebung des Meinungsforschungsinstituts GMS im Auftrag von Sat.1 Bayern ergab. Die AfD wäre mit 19 Prozent zweitstärkste Kraft. Die Grünen kämen auf elf Prozent und die SPD nur noch auf sechs Prozent.

Mit 51 Prozent wäre die Mehrheit der Koalition aber nicht mehr so gefestigt wie bei der zurückliegenden Landtagswahl im Jahr 2023. Damals erreichten CSU und Freie Wähler in Summe noch 52,8 Prozent. Der Rückgang liegt aber nicht an der CSU, die im Vergleich zur Wahl zwei Prozentpunkte zulegen würde. Sondern an den Freien Wählern unter Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, die 3,8 Punkte einbüßen würden.

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Stimmen verlieren würden auch die Grünen mit minus 3,4 Punkten sowie die SPD, die im Vergleich zu ihrem historisch schlechten Ergebnis 2023 weitere 2,6 Punkte nachlassen würde. Zulegen würde hingegen die AfD mit plus 4,3 Prozentpunkten. Weiterhin unter der entscheidenden Fünf-Prozent-Hürde blieben Linke, FDP und BSW.

51 Prozent der bayerischen Wählerinnen und Wähler sind der Umfrage zufolge mit der Arbeit der Staatsregierung unzufrieden. Nur 45 Prozent zeigten sich zufrieden. Und auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) lässt Federn: 47 Prozent finden, dass der Nürnberger ein guter Ministerpräsident ist, mit 45 Prozent sind allerdings nahezu ebenso viele vom Gegenteil überzeugt. Im September 2024 bewerteten Söder noch 56 Prozent als „guten Ministerpräsidenten“.

Grundsätzlich sehen ein Drittel der Menschen in Bayern der Zukunft eher mit Befürchtungen entgegen, nur 21 Prozent sind zuversichtlich.

Fast drei Viertel der Befragten wollen „ganz bestimmt“ oder „wahrscheinlich“ zur Wahl gehen

Das Interesse an den bayerischen Kommunalwahlen im März ist dem „Wählercheck“ zufolge derzeit auf einem normalen Niveau. 49 Prozent der Wahlberechtigten wollen demnach „ganz bestimmt“ zur Wahl gehen, 24 Prozent „wahrscheinlich“, 16 Prozent „eher nicht“ und sechs Prozent „auf keinen Fall“. Der Rest machte keine Angaben.Nach den bisherigen Erfahrungen geht dem Expertenteam zufolge ein Großteil der mit „wahrscheinlich“ Antwortenden letztlich doch nicht zur Kommunalwahl. An der vergangenen Kommunalwahl 2020 beteiligten sich knapp 59 Prozent der Wahlberechtigten.

Für den repräsentativen „Wählercheck“ von „17:30 Sat.1 Bayern“ hatte das Institut GMS vom 23. Dezember bis zum 5. Januar insgesamt 1006 Wahlberechtigte in Bayern telefonisch und online befragt.

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

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