Der Lärm und die Nachbarschaft:Seltsame Nächstenliebe in Sömmersdorf

Der Lärm und die Nachbarschaft: An den Sömmersdorfer Passionsspielen wirken alle fünf Jahre mehr als die Hälfte der Menschen des Dorfes mit.

An den Sömmersdorfer Passionsspielen wirken alle fünf Jahre mehr als die Hälfte der Menschen des Dorfes mit.

(Foto: Anja Meusel/dpa)

Im fränkischen Passionsdorf kracht's: Ist es auf der Freiluftbühne zu laut - oder sind die Anwohner hypersensibel? Der Zoff legt Verhaltensweisen frei, die mit der Geschichte Jesu schwer vereinbar sein dürften.

Glosse von Olaf Przybilla, Sömmersdorf

Herrliche Geschichten gibt es von den Passionsspielen im unterfränkischen Sömmersdorf. Die etwa, als im Publikum Heiterkeit ausbricht an einer Stelle, die auf Heiterkeit so gar nicht ausgelegt ist. Es ist Abendmahl und Jesus sagt zu Petrus: Ehe der Hahn zweimal krähe, werde er ihn dreimal verleugnen. Das offizielle Krähen stammt vom Band, gefolgt von einem inoffiziellen aus dem Dorf, von einem echten Gockel, der sich die Butter offenbar nicht vom Brot nehmen lassen will. Wie sie halt sind, die Gockel.

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