Politik in Bayern Söders Weg zum Ministerpräsidenten

Markus Söder wird die CSU in die Landtagswahl 2018 führen.

(Foto: dpa)

Markus Söder, ein Mann aus Franken, der immer bayerischer Ministerpräsident werden wollte. Sein Aufstieg war geprägt von etlichen Rivalitäten.

Von Birgit Kruse

Markus Söder war angetreten, das politische Erbe für seine Partei hochzuhalten. Als er vor 25 Jahren der Jungen Union beigetreten ist, war noch Franz Josef Strauß Ministerpräsident. Bei der Wahl 1982 holte die Partei 58,3 Prozent der Stimmen.

Zuletzt lief es für die CSU nicht besonders gut und einige sehen dieses Erbe nun in Gefahr: Bei der Landtagswahl müssen sich die Christsozialen mit 37,2 Prozent zufrieden geben - und sind in der Regierung mit den Freien Wählern auf einen Partner angewiesen. Der Unionsstreit in Berlin um die Flüchtlingspolitik vor der Sommerpause hat nicht nur lange den Wahlkampf dominiert, sondern sicher auch Vertrauen bei den Wählern gekostet.

Und auch das Verhältnis zwischen dem Ministerpräsidenten Söder und dem Parteichef Horst Seehofer ist nicht das beste. Auch hier könnte Söder seinen Vorgänger bald beerben - und die CSU damit noch stärker zu einer Bayern-Partei umwandeln.

Umsetzung: Benedict Witzenberger