Die Frage liegt schon die ganze Zeit in der amerikanischen Luft. General Robin B. Stilwell, der Kommandeur der Nationalgarde von South Carolina, ist der Erste, der Markus Söder sie einfach direkt stellt: „Wie spreche ich Sie an?“ Die Einheimischen, die Söder auf seiner USA-Reise trifft, scheitern reihenweise und zum Teil spektakulär daran, das deutsche „Ministerpräsident“ ins Englische zu übertragen. „Mr. President“ ist zu viel der Ehre, „Mr. Minister“ dann doch zu wenig, wenngleich besser als lautmalerische Kompromisse wie „Mispresident“. Söder überlegt kurz und sagt: „Prime minister.“ Damit kann der General etwas anfangen.
Besuch in South CarolinaSöders Balanceakt zwischen Substanz und Show
Lesezeit: 6 Min.

In South Carolina besichtigt der Ministerpräsident das weltgrößte BMW-Werk und umwirbt eine „Powerregion“, die Bayerns Hightech-Orientierung teilt – und die „starke regionale Identität“ noch dazu. Die Schmeicheleien kommen bei den Amerikanern gut an.
Von Roman Deininger
