Geschlechterparität:Söder, der Flattermann

Geschlechterparität: In Markus Söders neuem Kabinett sitzen nur noch vier Ministerinnen, darunter die CSU-Politikerin Ulrike Scharf. Sie ist künftig auch Stellvertreterin des Ministerpräsidenten.

In Markus Söders neuem Kabinett sitzen nur noch vier Ministerinnen, darunter die CSU-Politikerin Ulrike Scharf. Sie ist künftig auch Stellvertreterin des Ministerpräsidenten.

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Bayerns Ministerpräsident listet gerne auf, in welchen Rankings sein Land spitze ist. Beim Frauenanteil ist sein neues Kabinett aber bundesweites Schlusslicht. Ein schlechtes Signal.

Kommentar von Andreas Glas

Markus Söder mag es gar nicht, wenn man ihm Flatterhaftigkeit vorhält. Und manchmal ist das wirklich ein bisschen unfair. Dass der Ministerpräsident anfangs die strengsten Corona-Maßnahmen erließ und irgendwann der Erste war, der sich locker machte, kann man ja nicht losgelöst betrachten vom simplen Umstand, dass die Pandemie anfangs eben bedrohlicher war und irgendwann nicht mehr so sehr. Und wenn Söder vom Kernkraftgegner zum Kernkraftliebhaber mutiert, muss man nicht so tun, als hätten sich die Umstände nicht geändert.

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