Hochwasserschutz:Mehr Mut zum Unpopulären

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Hochwasserschutz muss geplant werden, und auch gewollt sein. In Regensburg haben sie viel Erfahrung mit Hochwasser. (Foto: dpa)

Bayern hat viel für den Hochwasserschutz getan, stimmt. Doch CSU und Freie Wähler haben sich auch immer als Versteher der Windrad- und Poldergegner inszeniert. Dieser Politikstil könnte ihnen bald auf die Füße fallen.

Kommentar von Andreas Glas

In der Corona-Pandemie fiel ein Satz sehr oft: „There is no glory in prevention“. Frei übersetzt: Es gibt keinen Ruhm für diejenigen, die Katastrophen verhindern. Nur Haue, wenn es ihnen nicht gelingt. Wer also fair sein will mit der bayerischen Staatsregierung, sollte nicht nur auf jene Dämme schauen, die die Flut nicht stoppen konnten, sondern genauso auf die, die bislang gehalten haben. In den vergangenen 25 Jahren hat der Freistaat viel Geld in Hochwasserschutz investiert, hat Hunderte Kilometer Deiche gebaut und Gewässer renaturiert. Wer das unterschlägt, macht es sich hübsch einfach.

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