Finanzpolitik in BayernKippt Söder nach zwei Jahrzehnten Bayerns schwarze Null?

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Markus Söder war bis 2018 Finanzminister, „sogar ein ganz guter“, sagte er kürzlich. Er habe nämlich keine Schulden gemacht.
Markus Söder war bis 2018 Finanzminister, „sogar ein ganz guter“, sagte er kürzlich. Er habe nämlich keine Schulden gemacht. (Foto: Sven Hoppe/dpa)

Schulden waren für die CSU lange Jahre Teufelszeug. Nun steht der ausgeglichene Haushalt in Bayern auf der Kippe, die Kommunen flehen um Hilfe.

Von Thomas Balbierer und Johann Osel

Anfang September saß Markus Söder im Sessel bei Markus Lanz, die große deutsche Fernsehbühne. Es ging um aktuelle Streitfragen der Finanzpolitik, doch ganz nebenbei könnte der Auftritt in der Show auch das letzte große Aufflackern einer alten CSU-Doktrin gewesen sein. „Sie waren doch Finanzminister“, setzte Lanz an, als Söder ihm ins Wort fiel. „Sogar ein ganz guter, ehrlich gesagt.“ Er habe die Landesbank saniert, brav den Länderfinanzausgleich gezahlt und – am allerwichtigsten: „keine Schulden gemacht“. Er habe sogar Schulden zurückgezahlt, ließ Söder die Zuschauer wissen. Er wirkte ziemlich selbstzufrieden.

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