Er ist die Überraschung im neuen Kabinett: Winfried Bausback löst Beate Merk ab und übernimmt das Amt des Justizministers. Wenn es nur um Ergebnisse ginge, die einer bei Wahlen in der Heimat für die CSU eingefahren hat, hätte Bausback allerdings kaum Minister werden dürfen. Bei der Oberbürgermeisterwahl in Aschaffenburg holte er 2012 mickrige 18 Prozent. Zum Volkstribun taugt der 47-Jährige ohnehin nicht - auf Facebook hat er gerade mal 96 Fans; seine Qualitäten liegen eher in der Sachpolitik. Unter Juristen wird der Vater dreier Kinder geschätzt. Bausback studierte Rechtswissenschaft in Würzburg und habilitierte 2002. Er hatte verschiedene Lehraufträge und ist seit April 2008 Professor an der Universität Wuppertal. Allerdings ruht seine Professur fast ebenso lange. Im Herbst 2008 wurde Bausback zum ersten Mal in den Landtag gewählt.

Bild: winfried-bausback.de 9. Oktober 2013, 15:502013-10-09 15:50:11 © Süddeutsche.de/afis/infu/tba/rus