Horst Seehofer im Interview "Ich bin ordentlich von Parteifreunden demontiert worden"

Vor dem Abschied aus der Staatskanzlei: Ministerpräsident Horst Seehofer auf seinen letzten Metern.

(Foto: Stephan Rumpf)

Bayerns Ministerpräsident zieht die Bilanz seiner Amtszeit: Er sieht sich zu Unrecht aus der Staatskanzlei gedrängt und erhofft sich einen würdigeren Abgang als die Amerikaner aus Saigon.

Interview von Sebastian Beck, Lisa Schnell und Wolfgang Wittl

Fast drei Stunden dauert das Gespräch mit Horst Seehofer in der Staatskanzlei. Und würde nicht Angela Merkel um Rückruf bitten, es hätte noch länger gedauert. Im Gang zeigt Seehofer auf die Porträts seiner Vorgänger als Ministerpräsident. Bald wird dort auch ein Foto von ihm hängen. Danach kommt eine Tür - die Distanz zu Markus Söder bleibt also gewahrt.

SZ: Herr Ministerpräsident, ist die CSU ein undankbarer Haufen?

Horst Seehofer: Nein. Es gibt in jeder Partei während einer Phase der Erneuerung ...