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Schwere Ladung:Polizei stoppt Kleinlaster mit 17 Bulgaren

Schlangenlinien auf der Autobahn: Der Polizei ist auf der A 99 ein Transporter aufgefallen, der offenbar nicht mehr geradeaus fahren konnte. Bei einer Kontrolle stellte sich heraus, dass er mehr als 1500 Kilo zu schwer beladen war - mit ungewöhnlicher Fracht.

Von Karoline Meta Beisel

Seit dem 1. Januar steht der deutsche Arbeitsmarkt auch für bulgarische Arbeitnehmer offen. Es sollte also eigentlich niemanden verwundern, wenn dann auch tatsächlich Bulgaren nach Deutschland kommen. Ein bulgarischer Kleinlaster hat die Beamten der Autobahnpolizei Hohenbrunn am Sonntagnachmittag dennoch überrascht.

Der Transporter war ihnen gegen 15.50 Uhr auf der A 99 Richtung Nürnberg aufgefallen, weil er - offensichtlich durch falsche Beladung - Schlangenlinien fuhr. Die Kontrolle brachte die Erklärung:

Insgesamt 17 bulgarische Staatsbürger samt Gepäck kletterten aus dem Fahrzeug. Beim Wiegen stellte die Polizei fest, dass allein schon die Hinterachse mit dem eigentlich zulässigen Gesamtgewicht von 3500 Kilogramm belastet war - insgesamt brachte der Transporter mehr als 5000 Kilo auf die Waage.

Der Fahrer muss jetzt ein Bußgeld in Höhe von etwa 550 Euro wegen der Gewichtsüberschreitung zahlen. Und für die Hälfte der Mitfahrer war der Ausflug beendet: Damit der Transporter sicher weiterfahren konnte, wurden sie in umliegende Hotels einquartiert.

© SZ vom 07.01.2014/infu
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