Bayerns "Linke" nach WagenknechtWenn plötzlich der Kern der Partei weg ist

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Das Rathaus von Schweinfurt. Die Linken haben in der Industriestadt eine lange Tradition.
Das Rathaus von Schweinfurt. Die Linken haben in der Industriestadt eine lange Tradition.
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Nirgends in Bayern spielt die "Linke" eine so prägende Rolle wie in der Industriestadt Schweinfurt. Seit aber Sahra Wagenknecht ernst macht, wechseln Spitzenfunktionäre dort einer nach dem anderen auf ihre Seite. Ein Signal für ganz Bayern?

Von Johann Osel und Olaf Przybilla, Schweinfurt/München

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Agnes Conrad hat sich im Griff. "Einfach ist es nicht", sagt sie, aber das ist schon die ärgste Formulierung, die sie sich entlocken lässt. Dabei hätte sie durchaus Anlass, überfordert zu sein: 26 Jahre alt ist Conrad und führt schon den Kreisverband der Schweinfurter "Linken" an - beileibe nicht irgendeine Gliederung der Partei. Nirgends im Freistaat hat die Linke, pro Einwohner gerechnet, mehr Mitglieder als in der klassischen Industriestadt im Norden Bayerns. Oder müsste es schon heißen: hatte?

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